
Kempten
Residenzpl. 31, 87435 Kempten (Allgäu), Deutschland
Kempten-Museum im Zumsteinhaus | Öffnungszeiten & Programm
Das Kempten-Museum im Zumsteinhaus liegt mitten im historischen Zentrum von Kempten am Residenzplatz 31 und erzählt die rund 2.000 Jahre alte Stadtgeschichte lebendig, multimedial und verständlich. Das denkmalgeschützte Stadtpalais aus dem Jahr 1802 ist selbst ein Hauptexponat und bietet auf 580 Quadratmetern eine barrierearme Ausstellungsfläche mit elf Themenräumen, einer begehbaren Stadtkarte, einem großen 3D‑Stadtmodell und einem stimmungsvollen Kellerkino. Besonders attraktiv: Der Museumsbesuch ist mittwochs bis sonntags bei freiem Eintritt möglich. Familien finden zahlreiche Mitmachstationen, der Aktivpfad führt mit Tast‑, Riech‑ und Hörstationen quer durch die Ausstellung, und im gemütlichen Salon warten Kaffee, Kuchen und kleine Snacks. Als Wohnzimmer der Stadt wurde das Haus 2020 von der Stiftung Lebendige Stadt als bestes Heimatmuseum in Deutschland ausgezeichnet, was das gelungene Konzept aus Partizipation, Inklusion und digitaler Vermittlung würdigt. Die Lage gegenüber der Residenz und nahe der Basilika St. Lorenz macht den Besuch gut planbar, die Haltestelle Residenzplatz liegt in unmittelbarer Nähe. Wer tiefer eintauchen möchte, kann öffentliche Führungen buchen oder die wechselnden Sonderausstellungen nutzen, die aktuelle Debatten mit lokaler Geschichte verbinden.
Öffnungszeiten und Eintritt im Überblick
Wer einen Besuch in der Allgäu‑Metropole plant, profitiert von klaren und besucherfreundlichen Zeiten: Das Kempten‑Museum im Zumsteinhaus ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ein echter Pluspunkt ist der freie Eintritt, der spontane Entdeckungen ebenso ermöglicht wie ausgedehnte Familienbesuche. Für ausgewählte Feiertage gelten zusätzliche Regelungen: So ist an zahlreichen Festtagen wie Heilige Drei Könige, Ostern, Maifeiertag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, Maria Himmelfahrt, Tag der Deutschen Einheit, Allerheiligen und am zweiten Weihnachtsfeiertag geöffnet. Geschlossen bleibt das Museum an Neujahr, an Faschingsdienstag, an Heiligabend, am ersten Weihnachtsfeiertag und an Silvester. Wer das Haus mit einer Führung erleben möchte, kann die regelmäßigen Angebote nutzen: Standardführungen für die ganze Familie finden in der Regel am ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr statt, Theaterführungen am dritten Sonntag des Monats. Die Teilnahme kostet für Erwachsene nach aktuellem Stand ab 01.01.2025 bei Standard‑ und Sonderführungen 3 Euro, bei Theaterführungen 5 Euro, Kinder und Jugendliche nehmen kostenfrei teil. Darüber hinaus gibt es spezielle Formate wie Tastführungen, Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung oder Angebote für Menschen mit Demenz und ihre An‑ und Zugehörigen. Praktisch: Für Gruppen ab etwa 10 bis 15 Personen empfiehlt sich eine Anmeldung über die Museumsorganisation, die auch individuelle Termine ermöglicht. Die klare Struktur der Öffnungszeiten, der freie Eintritt und die transparenten Führungsmodalitäten erleichtern die Planung, insbesondere wenn zusätzlich die Sonderausstellung besucht werden soll. Wer nur kurz Zeit hat, kann sich dank begehbarer Stadtkarte und dem großen 3D‑Stadtmodell schnell einen Überblick verschaffen; wer länger bleiben möchte, entdeckt in den Themenräumen zahlreiche Originalobjekte und interaktive Stationen, die erlebnisorientiert aufgebaut sind. Tipp für Tagesgäste: Das Kellerkino mit wechselnden Filmen ergänzt den Ausstellungsbesuch, und im Salon lässt sich eine Pause direkt im Museum einlegen.
Sonderausstellung Zeitenwende 1525 und Programm
Die große Sonderausstellung des Jahres beleuchtet ein Schlüsseljahr für Kempten und die Region: Unter dem Titel Zeitenwende 1525 zeigt das Museum vom 27. Februar 2025 bis zum 1. Februar 2026, wie sich die Konflikte zwischen Fürstabtei, Stadt und Land im Bauernkrieg zuspitzten und welche Folgen dies für Freiheitsrechte und politische Selbstbehauptung hatte. Die Schau ist in das Projekt Courage eingebunden, das den Bauernkrieg als Meilenstein europäischer Freiheitsgeschichte interpretiert. Karten, Grafiken, Bilddokumente und zeichnerische Rekonstruktionen machen die Ereignisse anschaulich; ein besonderer Fokus liegt auf den Lebensverhältnissen der Landbevölkerung, exemplarisch am Beispiel eines Hofes aus dem Kemptener Stadtgebiet. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Wolfgang Petz, einem ausgewiesenen Kenner der Kemptener Stadt‑ und Regionalgeschichte. Wer den inhaltlichen Einstieg vertiefen möchte, nutzt die regelmäßigen öffentlichen Führungen: Meist am zweiten Sonntag im Monat um 14 Uhr führt das Team in rund 60 Minuten durch die wichtigsten Stationen. Hinzu kommen ausgewählte Kuratorenführungen mit Dr. Petz an festgelegten Terminen. Die Teilnahme an diesen Formaten ist kostenpflichtig, in der Regel 3 Euro für Erwachsene; der Eintritt in die Ausstellung selbst bleibt frei. Begleitvorträge, Lesungen und thematische Stadt‑ oder Radtouren ergänzen das Programm und binden weitere Orte der Region ein. Für Familien und Kinder gibt es zudem passgenaue Angebote, die Geschichte spielerisch erfahrbar machen. Ein im Jahreslauf 2025 besonders beliebtes Format war der Kinderworkshop Halloweenschleim am 25. Oktober mit zwei Zeitfenstern am Vormittag und am frühen Nachmittag. Ebenfalls im Herbst 2025 fand ein Erzählcafé statt, das persönliche Erinnerungen zur Regionalgeschichte der NS‑Zeit sammelte. Solche Beispiele zeigen, wie das Kempten‑Museum historische Themen mit Gegenwartsbezügen verknüpft. Besucherinnen und Besucher gegen Jahresende 2025 und Anfang 2026 haben damit noch bis Anfang Februar die Gelegenheit, die Zeitenwende 1525 zu erleben, bevor die nächste Sonderausstellung folgt. Wer seinen Besuch plant, sollte daher die Termine der Sonntagsführungen und etwaige Zusatzformate im Blick behalten und bei Interesse frühzeitig Plätze buchen, insbesondere wenn man in einer Gruppe reist oder ein besonderes Vermittlungsangebot wünscht.
Anfahrt und Parken am Residenzplatz
Das Museum ist hervorragend an die Kemptener Innenstadt angebunden. Mit der Bahn ankommende Gäste erreichen ab dem Hauptbahnhof den zentralen Umsteigeplatz ZUM und gehen von dort durch den Stadtpark in wenigen Minuten zum Residenzplatz, alternativ fahren die Stadtbuslinien 1, 5 und 40 direkt bis zur Haltestelle Residenzplatz. Durch die unmittelbare Lage am Residenzplatz erreichen Sie die Museumstür praktisch mit wenigen Schritten. Wer mit dem Auto unterwegs ist, gelangt über die A7 sowie die Bundesstraßen B12 und B19 Richtung Stadtmitte. Für Navigationsgeräte eignet sich die Eingabe Residenzplatz 31, 87435 Kempten. Einen eigenen Museumsparkplatz gibt es nicht, unmittelbar vor dem Haus stehen aber einige wenige, kostenpflichtige Kurzzeitstellplätze zur Verfügung. Weitere Parkmöglichkeiten befinden sich in fußläufiger Distanz, zum Beispiel der Parkplatz Pfeilergraben 14, der Parkplatz am Marstall in der Landwehrstraße 4 und die Tiefgarage beziehungsweise der Parkplatz am Königsplatz 3. Die Tarife und Öffnungszeiten dieser Anlagen variieren, im Parkhaus am Königsplatz finden sich zahlreiche Stellplätze und komfortable Optionen wie Aufzug und ausgewiesene Familien‑ sowie Behindertenstellplätze. Für Menschen mit Behinderung stehen am Residenzplatz selbst zwei ausgewiesene Plätze zur Verfügung, von denen aus der stufenlose Zugang über den Nebeneingang mit Rampe gut erreichbar ist. Wer auf barrierearme Wege angewiesen ist, profitiert darüber hinaus von kurzen Distanzen zwischen Haltestelle, Platz und Museum. Ein Tipp für Besucherinnen und Besucher, die sich die Orientierungsphase erleichtern wollen: Im Erdgeschoss des Museums bietet eine begehbare Stadtkarte einen schnellen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, während das 3D‑Stadtmodell anschaulich zeigt, wie sich Kempten im Zeitraffer entwickelt hat. So lässt sich der Museumsrundgang ideal mit einem Spaziergang zu Residenz, Basilika St. Lorenz oder in die nahe Fußgängerzone verbinden.
Geschichte des Zumsteinhaus und des Museums
Das Zumsteinhaus ist ein repräsentatives bürgerliches Palais des frühen 19. Jahrhunderts und trägt die Handschrift einer europaweit vernetzten Kaufmannsfamilie. Erbaut wurde es 1802 für die Brüder Zumstein de la Pierre, Textilhändler aus dem Aostatal, die sich im späten 18. Jahrhundert in Kempten niederließen. Die Fassade in ockerfarbenem Klassizismus mit verzierten Fenstergittern und schmiedeeisernen Balkonen prägt bis heute den Residenzplatz. Ursprünglich diente das Gebäude als Wohn‑ und Geschäftshaus; Kontor und Lager lagen im Erdgeschoss, die Wohnräume in den oberen Etagen. Im Verlauf des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde das Haus an unterschiedliche Parteien vermietet. Seit den 1950er und 1960er Jahren steht das Gebäude im Eigentum der Stadt, wurde denkmalgerecht renoviert und diente zunächst als Römisches Museum, später kam in den 1970er Jahren ein Naturkundemuseum hinzu. 2015 schloss die Stadt das in die Jahre gekommene Museum, um eine umfassende bauliche Erneuerung und ein zeitgemäßes Konzept auf den Weg zu bringen. Zwischen 2017 und 2019 wurde das Haus denkmalgerecht saniert, barrierearme Zugänge mit Rampe und Aufzug wurden geschaffen, historische Elemente wie die repräsentative Treppe blieben erhalten und wurden zugleich zugänglich gemacht. Anfang Dezember 2019 eröffnete das Kempten‑Museum im Zumsteinhaus mit einem neuen, dialogorientierten Ansatz: Die Ausstellung erzählt Kemptens Geschichte von den Römern bis in die Gegenwart, verbindet Originalobjekte mit Multimedia und lädt Besucherinnen und Besucher ausdrücklich zum Mitmachen ein. In elf Themenräumen werden Stadt, Macht und Ohnmacht, Glauben, Produktion, Migration, Markt, Gesundheit, Wohnen, Freizeit und weitere Facetten beleuchtet. Im Raum Bei den Zumstein erfährt man mehr über die Erbauer und ihren Stoffhandel, im Kellerkino laufen wechselnde Filmprogramme. Das Konzept der offenen Beteiligung und Inklusion wurde 2020 mit einer bundesweiten Auszeichnung gewürdigt. Der Titel bestes Heimatmuseum unterstreicht, dass hier nicht nur Objekte gezeigt werden, sondern die Rolle der Bürgerinnen und Bürger als Mitgestaltende ernst genommen wird. Digitale Angebote wie die Mediaguide‑App, Online‑Führungen und die Reihe Bewegter Donnerstag ergänzen die vor Ort Erlebnisse und öffnen das Museum in den Stadtraum und die Region.
Familienangebote, Führungen und Barrierefreiheit
Familien und Schulklassen finden im Zumsteinhaus ideale Bedingungen, um Geschichte spielerisch zu entdecken. Quer durch die Ausstellung verläuft ein Aktivpfad, der an vielen Stationen zum Anfassen, Ausprobieren, Riechen und Hören einlädt. Das große 3D‑Stadtmodell mit einer Projektionsfläche von etwa neun Quadratmetern zeigt in einer audiovisuellen Show die Entstehung der Stadt in Zeitrafferform und ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen ein Höhepunkt. Regelmäßige Sonntagsführungen vermitteln kompaktes Wissen in etwa 60 Minuten; Theaterführungen setzen zusätzliche erzählerische Akzente und geben historischen Figuren eine Stimme. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist das Museum teilweise barrierefrei erschlossen: Der Zugang erfolgt stufenlos über eine Rampe am Nebeneingang, der Aufzug verbindet die Ebenen, und es gibt induktive Höranlagen sowie taktile Modelle, die den Rundgang erleichtern. In unmittelbarer Nähe am Residenzplatz stehen zwei Stellplätze für Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Spezifische Vermittlungsangebote beinhalten Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung und Tastführungen; auch Programme für Menschen mit Demenz und ihre An‑ und Zugehörigen werden angeboten. Kinderworkshops wie der Halloweenschleim am 25.10.2025 zeigen, wie das Museum saisonale Anlässe nutzt, um kreatives Lernen mit Spaß zu verbinden. Wer längere Aufenthalte plant, kann im Salon des Hauses eine Pause mit Getränken und Kuchen einlegen, im Shop warten regionale Mitbringsel und Publikationen. Für individuelle Gruppen lohnt sich eine frühzeitige Buchungsanfrage, um Wunschtermine und Formate zu sichern. Praktisch ist zudem der digitale Mediaguide, der durch die Räume führt und Inhalte vertieft. Zusammen mit der begehbaren Stadtkarte im Erdgeschoss ergibt sich so ein abwechslungsreicher Parcours, der historische Schichten Kemptens sichtbar macht und mit der Gegenwart verknüpft. Dass der Zugang zur Dauerausstellung kostenfrei ist, senkt die Schwelle für Wiederholungsbesuche, etwa um gezielt eine Themenführung, das Kellerkino oder eine Sonderausstellung mitzunehmen.
Fotos und Bewertungen: Eindrücke, Motive und Tipps
Wer das Kempten‑Museum besucht, wird bereits am Residenzplatz von einer stimmigen Kulisse empfangen: Die klassizistische Fassade des Zumsteinhaus in Ockertönen mit den schmiedeeisernen Balkonen bietet ein beliebtes Motiv für Außenaufnahmen, insbesondere im Zusammenspiel mit der benachbarten Residenz und der Basilika St. Lorenz. Im Inneren lohnen sich Detailblicke auf das historische Treppenhaus, auf den Salon mit seinen lila Akzenten sowie auf Stationen, die das Thema Stadtgeschichte greifbar machen. Das 3D‑Stadtmodell, die begehbare Stadtkarte und ausgewählte Objekte der Themenräume bieten vielfältige Perspektiven. Besucherinnen und Besucher loben in ihren Rückmeldungen regelmäßig die klare Struktur der Ausstellung, die gelungene Mischung aus Originalen und interaktiven Elementen sowie den freien Eintritt, der spontane Besuche erleichtert. Familien heben die kindgerechten Stationen hervor, darunter Verkleidungselemente und taktile Modelle. Wer seinen Aufenthalt plant, kombiniert den Museumsbesuch oft mit einem Bummel über den Residenzplatz und durch die angrenzende Altstadt oder mit einem Abstecher zum Archäologischen Park Cambodunum. Für gute Fotoergebnisse empfiehlt es sich, die ruhigeren Zeiten am Vormittag oder späteren Nachmittag zu nutzen. Hinweise zu Fotografieren und Urheberrechten vor Ort sind zu beachten, insbesondere in Sonderausstellungen oder bei Leihgaben. Bei Sonderformaten wie Theaterführungen oder Workshops kann das Team vor Ort Auskunft geben, ob und in welchem Rahmen Aufnahmen möglich sind. Für aktuelle Einblicke lohnt sich außerdem der Blick auf die digitalen Angebote des Museums, die oft Ausschnitte aus Führungen oder Objekterzählungen zeigen. Insgesamt bestätigen Stimmen von Gästen, dass die Mischung aus historischer Substanz, modernem Vermittlungsansatz und freundlicher Atmosphäre das Zumsteinhaus zu einem besonders empfehlenswerten Ziel in Kempten macht.
Quellen:
- Kempten‑Museum – Besucherinformationen
- Kempten‑Museum – Sonderausstellung Zeitenwende 1525
- Kempten‑Museum – Führungen
- Kempten‑Museum – Plan your visit
- Kempten Tourismus – Kempten‑Museum im Zumsteinhaus
- Kempten‑Museum – Informationen für Menschen mit Gehbehinderung
- All‑in.de – Kempten‑Museum ist Deutschlands bestes Heimatmuseum, 26.06.2021
- Kempten‑Museum – Kinderworkshop Halloweenschleim, 25.10.2025
- B+B Parkhaus – Tiefgarage und Parkplatz Königsplatz
- Wikipedia – Zumsteinhaus
Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Kempten-Museum im Zumsteinhaus | Öffnungszeiten & Programm
Das Kempten-Museum im Zumsteinhaus liegt mitten im historischen Zentrum von Kempten am Residenzplatz 31 und erzählt die rund 2.000 Jahre alte Stadtgeschichte lebendig, multimedial und verständlich. Das denkmalgeschützte Stadtpalais aus dem Jahr 1802 ist selbst ein Hauptexponat und bietet auf 580 Quadratmetern eine barrierearme Ausstellungsfläche mit elf Themenräumen, einer begehbaren Stadtkarte, einem großen 3D‑Stadtmodell und einem stimmungsvollen Kellerkino. Besonders attraktiv: Der Museumsbesuch ist mittwochs bis sonntags bei freiem Eintritt möglich. Familien finden zahlreiche Mitmachstationen, der Aktivpfad führt mit Tast‑, Riech‑ und Hörstationen quer durch die Ausstellung, und im gemütlichen Salon warten Kaffee, Kuchen und kleine Snacks. Als Wohnzimmer der Stadt wurde das Haus 2020 von der Stiftung Lebendige Stadt als bestes Heimatmuseum in Deutschland ausgezeichnet, was das gelungene Konzept aus Partizipation, Inklusion und digitaler Vermittlung würdigt. Die Lage gegenüber der Residenz und nahe der Basilika St. Lorenz macht den Besuch gut planbar, die Haltestelle Residenzplatz liegt in unmittelbarer Nähe. Wer tiefer eintauchen möchte, kann öffentliche Führungen buchen oder die wechselnden Sonderausstellungen nutzen, die aktuelle Debatten mit lokaler Geschichte verbinden.
Öffnungszeiten und Eintritt im Überblick
Wer einen Besuch in der Allgäu‑Metropole plant, profitiert von klaren und besucherfreundlichen Zeiten: Das Kempten‑Museum im Zumsteinhaus ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ein echter Pluspunkt ist der freie Eintritt, der spontane Entdeckungen ebenso ermöglicht wie ausgedehnte Familienbesuche. Für ausgewählte Feiertage gelten zusätzliche Regelungen: So ist an zahlreichen Festtagen wie Heilige Drei Könige, Ostern, Maifeiertag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, Maria Himmelfahrt, Tag der Deutschen Einheit, Allerheiligen und am zweiten Weihnachtsfeiertag geöffnet. Geschlossen bleibt das Museum an Neujahr, an Faschingsdienstag, an Heiligabend, am ersten Weihnachtsfeiertag und an Silvester. Wer das Haus mit einer Führung erleben möchte, kann die regelmäßigen Angebote nutzen: Standardführungen für die ganze Familie finden in der Regel am ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr statt, Theaterführungen am dritten Sonntag des Monats. Die Teilnahme kostet für Erwachsene nach aktuellem Stand ab 01.01.2025 bei Standard‑ und Sonderführungen 3 Euro, bei Theaterführungen 5 Euro, Kinder und Jugendliche nehmen kostenfrei teil. Darüber hinaus gibt es spezielle Formate wie Tastführungen, Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung oder Angebote für Menschen mit Demenz und ihre An‑ und Zugehörigen. Praktisch: Für Gruppen ab etwa 10 bis 15 Personen empfiehlt sich eine Anmeldung über die Museumsorganisation, die auch individuelle Termine ermöglicht. Die klare Struktur der Öffnungszeiten, der freie Eintritt und die transparenten Führungsmodalitäten erleichtern die Planung, insbesondere wenn zusätzlich die Sonderausstellung besucht werden soll. Wer nur kurz Zeit hat, kann sich dank begehbarer Stadtkarte und dem großen 3D‑Stadtmodell schnell einen Überblick verschaffen; wer länger bleiben möchte, entdeckt in den Themenräumen zahlreiche Originalobjekte und interaktive Stationen, die erlebnisorientiert aufgebaut sind. Tipp für Tagesgäste: Das Kellerkino mit wechselnden Filmen ergänzt den Ausstellungsbesuch, und im Salon lässt sich eine Pause direkt im Museum einlegen.
Sonderausstellung Zeitenwende 1525 und Programm
Die große Sonderausstellung des Jahres beleuchtet ein Schlüsseljahr für Kempten und die Region: Unter dem Titel Zeitenwende 1525 zeigt das Museum vom 27. Februar 2025 bis zum 1. Februar 2026, wie sich die Konflikte zwischen Fürstabtei, Stadt und Land im Bauernkrieg zuspitzten und welche Folgen dies für Freiheitsrechte und politische Selbstbehauptung hatte. Die Schau ist in das Projekt Courage eingebunden, das den Bauernkrieg als Meilenstein europäischer Freiheitsgeschichte interpretiert. Karten, Grafiken, Bilddokumente und zeichnerische Rekonstruktionen machen die Ereignisse anschaulich; ein besonderer Fokus liegt auf den Lebensverhältnissen der Landbevölkerung, exemplarisch am Beispiel eines Hofes aus dem Kemptener Stadtgebiet. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Wolfgang Petz, einem ausgewiesenen Kenner der Kemptener Stadt‑ und Regionalgeschichte. Wer den inhaltlichen Einstieg vertiefen möchte, nutzt die regelmäßigen öffentlichen Führungen: Meist am zweiten Sonntag im Monat um 14 Uhr führt das Team in rund 60 Minuten durch die wichtigsten Stationen. Hinzu kommen ausgewählte Kuratorenführungen mit Dr. Petz an festgelegten Terminen. Die Teilnahme an diesen Formaten ist kostenpflichtig, in der Regel 3 Euro für Erwachsene; der Eintritt in die Ausstellung selbst bleibt frei. Begleitvorträge, Lesungen und thematische Stadt‑ oder Radtouren ergänzen das Programm und binden weitere Orte der Region ein. Für Familien und Kinder gibt es zudem passgenaue Angebote, die Geschichte spielerisch erfahrbar machen. Ein im Jahreslauf 2025 besonders beliebtes Format war der Kinderworkshop Halloweenschleim am 25. Oktober mit zwei Zeitfenstern am Vormittag und am frühen Nachmittag. Ebenfalls im Herbst 2025 fand ein Erzählcafé statt, das persönliche Erinnerungen zur Regionalgeschichte der NS‑Zeit sammelte. Solche Beispiele zeigen, wie das Kempten‑Museum historische Themen mit Gegenwartsbezügen verknüpft. Besucherinnen und Besucher gegen Jahresende 2025 und Anfang 2026 haben damit noch bis Anfang Februar die Gelegenheit, die Zeitenwende 1525 zu erleben, bevor die nächste Sonderausstellung folgt. Wer seinen Besuch plant, sollte daher die Termine der Sonntagsführungen und etwaige Zusatzformate im Blick behalten und bei Interesse frühzeitig Plätze buchen, insbesondere wenn man in einer Gruppe reist oder ein besonderes Vermittlungsangebot wünscht.
Anfahrt und Parken am Residenzplatz
Das Museum ist hervorragend an die Kemptener Innenstadt angebunden. Mit der Bahn ankommende Gäste erreichen ab dem Hauptbahnhof den zentralen Umsteigeplatz ZUM und gehen von dort durch den Stadtpark in wenigen Minuten zum Residenzplatz, alternativ fahren die Stadtbuslinien 1, 5 und 40 direkt bis zur Haltestelle Residenzplatz. Durch die unmittelbare Lage am Residenzplatz erreichen Sie die Museumstür praktisch mit wenigen Schritten. Wer mit dem Auto unterwegs ist, gelangt über die A7 sowie die Bundesstraßen B12 und B19 Richtung Stadtmitte. Für Navigationsgeräte eignet sich die Eingabe Residenzplatz 31, 87435 Kempten. Einen eigenen Museumsparkplatz gibt es nicht, unmittelbar vor dem Haus stehen aber einige wenige, kostenpflichtige Kurzzeitstellplätze zur Verfügung. Weitere Parkmöglichkeiten befinden sich in fußläufiger Distanz, zum Beispiel der Parkplatz Pfeilergraben 14, der Parkplatz am Marstall in der Landwehrstraße 4 und die Tiefgarage beziehungsweise der Parkplatz am Königsplatz 3. Die Tarife und Öffnungszeiten dieser Anlagen variieren, im Parkhaus am Königsplatz finden sich zahlreiche Stellplätze und komfortable Optionen wie Aufzug und ausgewiesene Familien‑ sowie Behindertenstellplätze. Für Menschen mit Behinderung stehen am Residenzplatz selbst zwei ausgewiesene Plätze zur Verfügung, von denen aus der stufenlose Zugang über den Nebeneingang mit Rampe gut erreichbar ist. Wer auf barrierearme Wege angewiesen ist, profitiert darüber hinaus von kurzen Distanzen zwischen Haltestelle, Platz und Museum. Ein Tipp für Besucherinnen und Besucher, die sich die Orientierungsphase erleichtern wollen: Im Erdgeschoss des Museums bietet eine begehbare Stadtkarte einen schnellen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, während das 3D‑Stadtmodell anschaulich zeigt, wie sich Kempten im Zeitraffer entwickelt hat. So lässt sich der Museumsrundgang ideal mit einem Spaziergang zu Residenz, Basilika St. Lorenz oder in die nahe Fußgängerzone verbinden.
Geschichte des Zumsteinhaus und des Museums
Das Zumsteinhaus ist ein repräsentatives bürgerliches Palais des frühen 19. Jahrhunderts und trägt die Handschrift einer europaweit vernetzten Kaufmannsfamilie. Erbaut wurde es 1802 für die Brüder Zumstein de la Pierre, Textilhändler aus dem Aostatal, die sich im späten 18. Jahrhundert in Kempten niederließen. Die Fassade in ockerfarbenem Klassizismus mit verzierten Fenstergittern und schmiedeeisernen Balkonen prägt bis heute den Residenzplatz. Ursprünglich diente das Gebäude als Wohn‑ und Geschäftshaus; Kontor und Lager lagen im Erdgeschoss, die Wohnräume in den oberen Etagen. Im Verlauf des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde das Haus an unterschiedliche Parteien vermietet. Seit den 1950er und 1960er Jahren steht das Gebäude im Eigentum der Stadt, wurde denkmalgerecht renoviert und diente zunächst als Römisches Museum, später kam in den 1970er Jahren ein Naturkundemuseum hinzu. 2015 schloss die Stadt das in die Jahre gekommene Museum, um eine umfassende bauliche Erneuerung und ein zeitgemäßes Konzept auf den Weg zu bringen. Zwischen 2017 und 2019 wurde das Haus denkmalgerecht saniert, barrierearme Zugänge mit Rampe und Aufzug wurden geschaffen, historische Elemente wie die repräsentative Treppe blieben erhalten und wurden zugleich zugänglich gemacht. Anfang Dezember 2019 eröffnete das Kempten‑Museum im Zumsteinhaus mit einem neuen, dialogorientierten Ansatz: Die Ausstellung erzählt Kemptens Geschichte von den Römern bis in die Gegenwart, verbindet Originalobjekte mit Multimedia und lädt Besucherinnen und Besucher ausdrücklich zum Mitmachen ein. In elf Themenräumen werden Stadt, Macht und Ohnmacht, Glauben, Produktion, Migration, Markt, Gesundheit, Wohnen, Freizeit und weitere Facetten beleuchtet. Im Raum Bei den Zumstein erfährt man mehr über die Erbauer und ihren Stoffhandel, im Kellerkino laufen wechselnde Filmprogramme. Das Konzept der offenen Beteiligung und Inklusion wurde 2020 mit einer bundesweiten Auszeichnung gewürdigt. Der Titel bestes Heimatmuseum unterstreicht, dass hier nicht nur Objekte gezeigt werden, sondern die Rolle der Bürgerinnen und Bürger als Mitgestaltende ernst genommen wird. Digitale Angebote wie die Mediaguide‑App, Online‑Führungen und die Reihe Bewegter Donnerstag ergänzen die vor Ort Erlebnisse und öffnen das Museum in den Stadtraum und die Region.
Familienangebote, Führungen und Barrierefreiheit
Familien und Schulklassen finden im Zumsteinhaus ideale Bedingungen, um Geschichte spielerisch zu entdecken. Quer durch die Ausstellung verläuft ein Aktivpfad, der an vielen Stationen zum Anfassen, Ausprobieren, Riechen und Hören einlädt. Das große 3D‑Stadtmodell mit einer Projektionsfläche von etwa neun Quadratmetern zeigt in einer audiovisuellen Show die Entstehung der Stadt in Zeitrafferform und ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen ein Höhepunkt. Regelmäßige Sonntagsführungen vermitteln kompaktes Wissen in etwa 60 Minuten; Theaterführungen setzen zusätzliche erzählerische Akzente und geben historischen Figuren eine Stimme. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist das Museum teilweise barrierefrei erschlossen: Der Zugang erfolgt stufenlos über eine Rampe am Nebeneingang, der Aufzug verbindet die Ebenen, und es gibt induktive Höranlagen sowie taktile Modelle, die den Rundgang erleichtern. In unmittelbarer Nähe am Residenzplatz stehen zwei Stellplätze für Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Spezifische Vermittlungsangebote beinhalten Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung und Tastführungen; auch Programme für Menschen mit Demenz und ihre An‑ und Zugehörigen werden angeboten. Kinderworkshops wie der Halloweenschleim am 25.10.2025 zeigen, wie das Museum saisonale Anlässe nutzt, um kreatives Lernen mit Spaß zu verbinden. Wer längere Aufenthalte plant, kann im Salon des Hauses eine Pause mit Getränken und Kuchen einlegen, im Shop warten regionale Mitbringsel und Publikationen. Für individuelle Gruppen lohnt sich eine frühzeitige Buchungsanfrage, um Wunschtermine und Formate zu sichern. Praktisch ist zudem der digitale Mediaguide, der durch die Räume führt und Inhalte vertieft. Zusammen mit der begehbaren Stadtkarte im Erdgeschoss ergibt sich so ein abwechslungsreicher Parcours, der historische Schichten Kemptens sichtbar macht und mit der Gegenwart verknüpft. Dass der Zugang zur Dauerausstellung kostenfrei ist, senkt die Schwelle für Wiederholungsbesuche, etwa um gezielt eine Themenführung, das Kellerkino oder eine Sonderausstellung mitzunehmen.
Fotos und Bewertungen: Eindrücke, Motive und Tipps
Wer das Kempten‑Museum besucht, wird bereits am Residenzplatz von einer stimmigen Kulisse empfangen: Die klassizistische Fassade des Zumsteinhaus in Ockertönen mit den schmiedeeisernen Balkonen bietet ein beliebtes Motiv für Außenaufnahmen, insbesondere im Zusammenspiel mit der benachbarten Residenz und der Basilika St. Lorenz. Im Inneren lohnen sich Detailblicke auf das historische Treppenhaus, auf den Salon mit seinen lila Akzenten sowie auf Stationen, die das Thema Stadtgeschichte greifbar machen. Das 3D‑Stadtmodell, die begehbare Stadtkarte und ausgewählte Objekte der Themenräume bieten vielfältige Perspektiven. Besucherinnen und Besucher loben in ihren Rückmeldungen regelmäßig die klare Struktur der Ausstellung, die gelungene Mischung aus Originalen und interaktiven Elementen sowie den freien Eintritt, der spontane Besuche erleichtert. Familien heben die kindgerechten Stationen hervor, darunter Verkleidungselemente und taktile Modelle. Wer seinen Aufenthalt plant, kombiniert den Museumsbesuch oft mit einem Bummel über den Residenzplatz und durch die angrenzende Altstadt oder mit einem Abstecher zum Archäologischen Park Cambodunum. Für gute Fotoergebnisse empfiehlt es sich, die ruhigeren Zeiten am Vormittag oder späteren Nachmittag zu nutzen. Hinweise zu Fotografieren und Urheberrechten vor Ort sind zu beachten, insbesondere in Sonderausstellungen oder bei Leihgaben. Bei Sonderformaten wie Theaterführungen oder Workshops kann das Team vor Ort Auskunft geben, ob und in welchem Rahmen Aufnahmen möglich sind. Für aktuelle Einblicke lohnt sich außerdem der Blick auf die digitalen Angebote des Museums, die oft Ausschnitte aus Führungen oder Objekterzählungen zeigen. Insgesamt bestätigen Stimmen von Gästen, dass die Mischung aus historischer Substanz, modernem Vermittlungsansatz und freundlicher Atmosphäre das Zumsteinhaus zu einem besonders empfehlenswerten Ziel in Kempten macht.
Quellen:
- Kempten‑Museum – Besucherinformationen
- Kempten‑Museum – Sonderausstellung Zeitenwende 1525
- Kempten‑Museum – Führungen
- Kempten‑Museum – Plan your visit
- Kempten Tourismus – Kempten‑Museum im Zumsteinhaus
- Kempten‑Museum – Informationen für Menschen mit Gehbehinderung
- All‑in.de – Kempten‑Museum ist Deutschlands bestes Heimatmuseum, 26.06.2021
- Kempten‑Museum – Kinderworkshop Halloweenschleim, 25.10.2025
- B+B Parkhaus – Tiefgarage und Parkplatz Königsplatz
- Wikipedia – Zumsteinhaus
Kempten-Museum im Zumsteinhaus | Öffnungszeiten & Programm
Das Kempten-Museum im Zumsteinhaus liegt mitten im historischen Zentrum von Kempten am Residenzplatz 31 und erzählt die rund 2.000 Jahre alte Stadtgeschichte lebendig, multimedial und verständlich. Das denkmalgeschützte Stadtpalais aus dem Jahr 1802 ist selbst ein Hauptexponat und bietet auf 580 Quadratmetern eine barrierearme Ausstellungsfläche mit elf Themenräumen, einer begehbaren Stadtkarte, einem großen 3D‑Stadtmodell und einem stimmungsvollen Kellerkino. Besonders attraktiv: Der Museumsbesuch ist mittwochs bis sonntags bei freiem Eintritt möglich. Familien finden zahlreiche Mitmachstationen, der Aktivpfad führt mit Tast‑, Riech‑ und Hörstationen quer durch die Ausstellung, und im gemütlichen Salon warten Kaffee, Kuchen und kleine Snacks. Als Wohnzimmer der Stadt wurde das Haus 2020 von der Stiftung Lebendige Stadt als bestes Heimatmuseum in Deutschland ausgezeichnet, was das gelungene Konzept aus Partizipation, Inklusion und digitaler Vermittlung würdigt. Die Lage gegenüber der Residenz und nahe der Basilika St. Lorenz macht den Besuch gut planbar, die Haltestelle Residenzplatz liegt in unmittelbarer Nähe. Wer tiefer eintauchen möchte, kann öffentliche Führungen buchen oder die wechselnden Sonderausstellungen nutzen, die aktuelle Debatten mit lokaler Geschichte verbinden.
Öffnungszeiten und Eintritt im Überblick
Wer einen Besuch in der Allgäu‑Metropole plant, profitiert von klaren und besucherfreundlichen Zeiten: Das Kempten‑Museum im Zumsteinhaus ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ein echter Pluspunkt ist der freie Eintritt, der spontane Entdeckungen ebenso ermöglicht wie ausgedehnte Familienbesuche. Für ausgewählte Feiertage gelten zusätzliche Regelungen: So ist an zahlreichen Festtagen wie Heilige Drei Könige, Ostern, Maifeiertag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, Maria Himmelfahrt, Tag der Deutschen Einheit, Allerheiligen und am zweiten Weihnachtsfeiertag geöffnet. Geschlossen bleibt das Museum an Neujahr, an Faschingsdienstag, an Heiligabend, am ersten Weihnachtsfeiertag und an Silvester. Wer das Haus mit einer Führung erleben möchte, kann die regelmäßigen Angebote nutzen: Standardführungen für die ganze Familie finden in der Regel am ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr statt, Theaterführungen am dritten Sonntag des Monats. Die Teilnahme kostet für Erwachsene nach aktuellem Stand ab 01.01.2025 bei Standard‑ und Sonderführungen 3 Euro, bei Theaterführungen 5 Euro, Kinder und Jugendliche nehmen kostenfrei teil. Darüber hinaus gibt es spezielle Formate wie Tastführungen, Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung oder Angebote für Menschen mit Demenz und ihre An‑ und Zugehörigen. Praktisch: Für Gruppen ab etwa 10 bis 15 Personen empfiehlt sich eine Anmeldung über die Museumsorganisation, die auch individuelle Termine ermöglicht. Die klare Struktur der Öffnungszeiten, der freie Eintritt und die transparenten Führungsmodalitäten erleichtern die Planung, insbesondere wenn zusätzlich die Sonderausstellung besucht werden soll. Wer nur kurz Zeit hat, kann sich dank begehbarer Stadtkarte und dem großen 3D‑Stadtmodell schnell einen Überblick verschaffen; wer länger bleiben möchte, entdeckt in den Themenräumen zahlreiche Originalobjekte und interaktive Stationen, die erlebnisorientiert aufgebaut sind. Tipp für Tagesgäste: Das Kellerkino mit wechselnden Filmen ergänzt den Ausstellungsbesuch, und im Salon lässt sich eine Pause direkt im Museum einlegen.
Sonderausstellung Zeitenwende 1525 und Programm
Die große Sonderausstellung des Jahres beleuchtet ein Schlüsseljahr für Kempten und die Region: Unter dem Titel Zeitenwende 1525 zeigt das Museum vom 27. Februar 2025 bis zum 1. Februar 2026, wie sich die Konflikte zwischen Fürstabtei, Stadt und Land im Bauernkrieg zuspitzten und welche Folgen dies für Freiheitsrechte und politische Selbstbehauptung hatte. Die Schau ist in das Projekt Courage eingebunden, das den Bauernkrieg als Meilenstein europäischer Freiheitsgeschichte interpretiert. Karten, Grafiken, Bilddokumente und zeichnerische Rekonstruktionen machen die Ereignisse anschaulich; ein besonderer Fokus liegt auf den Lebensverhältnissen der Landbevölkerung, exemplarisch am Beispiel eines Hofes aus dem Kemptener Stadtgebiet. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Wolfgang Petz, einem ausgewiesenen Kenner der Kemptener Stadt‑ und Regionalgeschichte. Wer den inhaltlichen Einstieg vertiefen möchte, nutzt die regelmäßigen öffentlichen Führungen: Meist am zweiten Sonntag im Monat um 14 Uhr führt das Team in rund 60 Minuten durch die wichtigsten Stationen. Hinzu kommen ausgewählte Kuratorenführungen mit Dr. Petz an festgelegten Terminen. Die Teilnahme an diesen Formaten ist kostenpflichtig, in der Regel 3 Euro für Erwachsene; der Eintritt in die Ausstellung selbst bleibt frei. Begleitvorträge, Lesungen und thematische Stadt‑ oder Radtouren ergänzen das Programm und binden weitere Orte der Region ein. Für Familien und Kinder gibt es zudem passgenaue Angebote, die Geschichte spielerisch erfahrbar machen. Ein im Jahreslauf 2025 besonders beliebtes Format war der Kinderworkshop Halloweenschleim am 25. Oktober mit zwei Zeitfenstern am Vormittag und am frühen Nachmittag. Ebenfalls im Herbst 2025 fand ein Erzählcafé statt, das persönliche Erinnerungen zur Regionalgeschichte der NS‑Zeit sammelte. Solche Beispiele zeigen, wie das Kempten‑Museum historische Themen mit Gegenwartsbezügen verknüpft. Besucherinnen und Besucher gegen Jahresende 2025 und Anfang 2026 haben damit noch bis Anfang Februar die Gelegenheit, die Zeitenwende 1525 zu erleben, bevor die nächste Sonderausstellung folgt. Wer seinen Besuch plant, sollte daher die Termine der Sonntagsführungen und etwaige Zusatzformate im Blick behalten und bei Interesse frühzeitig Plätze buchen, insbesondere wenn man in einer Gruppe reist oder ein besonderes Vermittlungsangebot wünscht.
Anfahrt und Parken am Residenzplatz
Das Museum ist hervorragend an die Kemptener Innenstadt angebunden. Mit der Bahn ankommende Gäste erreichen ab dem Hauptbahnhof den zentralen Umsteigeplatz ZUM und gehen von dort durch den Stadtpark in wenigen Minuten zum Residenzplatz, alternativ fahren die Stadtbuslinien 1, 5 und 40 direkt bis zur Haltestelle Residenzplatz. Durch die unmittelbare Lage am Residenzplatz erreichen Sie die Museumstür praktisch mit wenigen Schritten. Wer mit dem Auto unterwegs ist, gelangt über die A7 sowie die Bundesstraßen B12 und B19 Richtung Stadtmitte. Für Navigationsgeräte eignet sich die Eingabe Residenzplatz 31, 87435 Kempten. Einen eigenen Museumsparkplatz gibt es nicht, unmittelbar vor dem Haus stehen aber einige wenige, kostenpflichtige Kurzzeitstellplätze zur Verfügung. Weitere Parkmöglichkeiten befinden sich in fußläufiger Distanz, zum Beispiel der Parkplatz Pfeilergraben 14, der Parkplatz am Marstall in der Landwehrstraße 4 und die Tiefgarage beziehungsweise der Parkplatz am Königsplatz 3. Die Tarife und Öffnungszeiten dieser Anlagen variieren, im Parkhaus am Königsplatz finden sich zahlreiche Stellplätze und komfortable Optionen wie Aufzug und ausgewiesene Familien‑ sowie Behindertenstellplätze. Für Menschen mit Behinderung stehen am Residenzplatz selbst zwei ausgewiesene Plätze zur Verfügung, von denen aus der stufenlose Zugang über den Nebeneingang mit Rampe gut erreichbar ist. Wer auf barrierearme Wege angewiesen ist, profitiert darüber hinaus von kurzen Distanzen zwischen Haltestelle, Platz und Museum. Ein Tipp für Besucherinnen und Besucher, die sich die Orientierungsphase erleichtern wollen: Im Erdgeschoss des Museums bietet eine begehbare Stadtkarte einen schnellen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, während das 3D‑Stadtmodell anschaulich zeigt, wie sich Kempten im Zeitraffer entwickelt hat. So lässt sich der Museumsrundgang ideal mit einem Spaziergang zu Residenz, Basilika St. Lorenz oder in die nahe Fußgängerzone verbinden.
Geschichte des Zumsteinhaus und des Museums
Das Zumsteinhaus ist ein repräsentatives bürgerliches Palais des frühen 19. Jahrhunderts und trägt die Handschrift einer europaweit vernetzten Kaufmannsfamilie. Erbaut wurde es 1802 für die Brüder Zumstein de la Pierre, Textilhändler aus dem Aostatal, die sich im späten 18. Jahrhundert in Kempten niederließen. Die Fassade in ockerfarbenem Klassizismus mit verzierten Fenstergittern und schmiedeeisernen Balkonen prägt bis heute den Residenzplatz. Ursprünglich diente das Gebäude als Wohn‑ und Geschäftshaus; Kontor und Lager lagen im Erdgeschoss, die Wohnräume in den oberen Etagen. Im Verlauf des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde das Haus an unterschiedliche Parteien vermietet. Seit den 1950er und 1960er Jahren steht das Gebäude im Eigentum der Stadt, wurde denkmalgerecht renoviert und diente zunächst als Römisches Museum, später kam in den 1970er Jahren ein Naturkundemuseum hinzu. 2015 schloss die Stadt das in die Jahre gekommene Museum, um eine umfassende bauliche Erneuerung und ein zeitgemäßes Konzept auf den Weg zu bringen. Zwischen 2017 und 2019 wurde das Haus denkmalgerecht saniert, barrierearme Zugänge mit Rampe und Aufzug wurden geschaffen, historische Elemente wie die repräsentative Treppe blieben erhalten und wurden zugleich zugänglich gemacht. Anfang Dezember 2019 eröffnete das Kempten‑Museum im Zumsteinhaus mit einem neuen, dialogorientierten Ansatz: Die Ausstellung erzählt Kemptens Geschichte von den Römern bis in die Gegenwart, verbindet Originalobjekte mit Multimedia und lädt Besucherinnen und Besucher ausdrücklich zum Mitmachen ein. In elf Themenräumen werden Stadt, Macht und Ohnmacht, Glauben, Produktion, Migration, Markt, Gesundheit, Wohnen, Freizeit und weitere Facetten beleuchtet. Im Raum Bei den Zumstein erfährt man mehr über die Erbauer und ihren Stoffhandel, im Kellerkino laufen wechselnde Filmprogramme. Das Konzept der offenen Beteiligung und Inklusion wurde 2020 mit einer bundesweiten Auszeichnung gewürdigt. Der Titel bestes Heimatmuseum unterstreicht, dass hier nicht nur Objekte gezeigt werden, sondern die Rolle der Bürgerinnen und Bürger als Mitgestaltende ernst genommen wird. Digitale Angebote wie die Mediaguide‑App, Online‑Führungen und die Reihe Bewegter Donnerstag ergänzen die vor Ort Erlebnisse und öffnen das Museum in den Stadtraum und die Region.
Familienangebote, Führungen und Barrierefreiheit
Familien und Schulklassen finden im Zumsteinhaus ideale Bedingungen, um Geschichte spielerisch zu entdecken. Quer durch die Ausstellung verläuft ein Aktivpfad, der an vielen Stationen zum Anfassen, Ausprobieren, Riechen und Hören einlädt. Das große 3D‑Stadtmodell mit einer Projektionsfläche von etwa neun Quadratmetern zeigt in einer audiovisuellen Show die Entstehung der Stadt in Zeitrafferform und ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen ein Höhepunkt. Regelmäßige Sonntagsführungen vermitteln kompaktes Wissen in etwa 60 Minuten; Theaterführungen setzen zusätzliche erzählerische Akzente und geben historischen Figuren eine Stimme. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist das Museum teilweise barrierefrei erschlossen: Der Zugang erfolgt stufenlos über eine Rampe am Nebeneingang, der Aufzug verbindet die Ebenen, und es gibt induktive Höranlagen sowie taktile Modelle, die den Rundgang erleichtern. In unmittelbarer Nähe am Residenzplatz stehen zwei Stellplätze für Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Spezifische Vermittlungsangebote beinhalten Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung und Tastführungen; auch Programme für Menschen mit Demenz und ihre An‑ und Zugehörigen werden angeboten. Kinderworkshops wie der Halloweenschleim am 25.10.2025 zeigen, wie das Museum saisonale Anlässe nutzt, um kreatives Lernen mit Spaß zu verbinden. Wer längere Aufenthalte plant, kann im Salon des Hauses eine Pause mit Getränken und Kuchen einlegen, im Shop warten regionale Mitbringsel und Publikationen. Für individuelle Gruppen lohnt sich eine frühzeitige Buchungsanfrage, um Wunschtermine und Formate zu sichern. Praktisch ist zudem der digitale Mediaguide, der durch die Räume führt und Inhalte vertieft. Zusammen mit der begehbaren Stadtkarte im Erdgeschoss ergibt sich so ein abwechslungsreicher Parcours, der historische Schichten Kemptens sichtbar macht und mit der Gegenwart verknüpft. Dass der Zugang zur Dauerausstellung kostenfrei ist, senkt die Schwelle für Wiederholungsbesuche, etwa um gezielt eine Themenführung, das Kellerkino oder eine Sonderausstellung mitzunehmen.
Fotos und Bewertungen: Eindrücke, Motive und Tipps
Wer das Kempten‑Museum besucht, wird bereits am Residenzplatz von einer stimmigen Kulisse empfangen: Die klassizistische Fassade des Zumsteinhaus in Ockertönen mit den schmiedeeisernen Balkonen bietet ein beliebtes Motiv für Außenaufnahmen, insbesondere im Zusammenspiel mit der benachbarten Residenz und der Basilika St. Lorenz. Im Inneren lohnen sich Detailblicke auf das historische Treppenhaus, auf den Salon mit seinen lila Akzenten sowie auf Stationen, die das Thema Stadtgeschichte greifbar machen. Das 3D‑Stadtmodell, die begehbare Stadtkarte und ausgewählte Objekte der Themenräume bieten vielfältige Perspektiven. Besucherinnen und Besucher loben in ihren Rückmeldungen regelmäßig die klare Struktur der Ausstellung, die gelungene Mischung aus Originalen und interaktiven Elementen sowie den freien Eintritt, der spontane Besuche erleichtert. Familien heben die kindgerechten Stationen hervor, darunter Verkleidungselemente und taktile Modelle. Wer seinen Aufenthalt plant, kombiniert den Museumsbesuch oft mit einem Bummel über den Residenzplatz und durch die angrenzende Altstadt oder mit einem Abstecher zum Archäologischen Park Cambodunum. Für gute Fotoergebnisse empfiehlt es sich, die ruhigeren Zeiten am Vormittag oder späteren Nachmittag zu nutzen. Hinweise zu Fotografieren und Urheberrechten vor Ort sind zu beachten, insbesondere in Sonderausstellungen oder bei Leihgaben. Bei Sonderformaten wie Theaterführungen oder Workshops kann das Team vor Ort Auskunft geben, ob und in welchem Rahmen Aufnahmen möglich sind. Für aktuelle Einblicke lohnt sich außerdem der Blick auf die digitalen Angebote des Museums, die oft Ausschnitte aus Führungen oder Objekterzählungen zeigen. Insgesamt bestätigen Stimmen von Gästen, dass die Mischung aus historischer Substanz, modernem Vermittlungsansatz und freundlicher Atmosphäre das Zumsteinhaus zu einem besonders empfehlenswerten Ziel in Kempten macht.
Quellen:
- Kempten‑Museum – Besucherinformationen
- Kempten‑Museum – Sonderausstellung Zeitenwende 1525
- Kempten‑Museum – Führungen
- Kempten‑Museum – Plan your visit
- Kempten Tourismus – Kempten‑Museum im Zumsteinhaus
- Kempten‑Museum – Informationen für Menschen mit Gehbehinderung
- All‑in.de – Kempten‑Museum ist Deutschlands bestes Heimatmuseum, 26.06.2021
- Kempten‑Museum – Kinderworkshop Halloweenschleim, 25.10.2025
- B+B Parkhaus – Tiefgarage und Parkplatz Königsplatz
- Wikipedia – Zumsteinhaus
Bevorstehende Veranstaltungen
Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
Dagmar Loske
3. November 2025
Sehr schöner Ort für die Präsentation der Stadtgeschichte mit vielen Extras für Kinder!! Tolle Exponate der alten Stadtapotheke. Gute temporäre Ausstellung zu den Bauernkriegen 1525. Gemütlicher "Salon" für eine Kaffeepause zwischendurch. Das Museum ist bei freiem Eintritt zu besuchen.
M. Ü.
30. Mai 2025
Wir waren gestern in Kempten und haben uns auch das Museum angeschaut. Hat uns sehr gut gefallen. Schön gestaltet, sehr informativ und abwechslungsreich. Ein Rätsel-Mitmachheft für Kinder gab es auch. Für jung und alt ist es schön gemacht.
Uwe Ohneburg
11. März 2025
Das Zumsteinhaus wurde 1802 als Herrenhaus für die Brüder Zummstein erbaut. Sie nutzten es als Wohn- und Geschäftshaus. Unten war das Kontor und das Warenlager. Später diente es als Mietshaus. Danach wurde es ein römisches Museum. Seit 2019 ist es das Kempten-Museum. So steht es auf einer Tafel neben dem Gebäude. Dieses Museum hat im UG gegenüber der Garderobe einen Raum mit einer Zeittafel von Kempten, über verschiebbare Monitore kann man sich die jeweilige Epoche anzeigen lassen. Im Raum gibt es auch öffnungsfähige Holznachbauten der Sehenswürdigkeiten, und im Keller gibt's ein Kino mit verschiedenen Filmen zur Stadt. Weiter oben gibt es noch mehr zur Geschichte von Kempten, natürlich mit Ausstellungsstücken. Auch die Sonderausstellung Zeitenwende ist oben. Alles sehr interessant und nicht unerwähnt bleiben darf: Der Besuch ist kostenlos, was heutzutage nur noch selten anzutreffen ist.
Marina Popovic
9. Juni 2025
Sehr interessant und spannend, für Klein und Groß. Eintritt kostenlos, man kann für Kinder ein Buch für 1 Euro kaufen, wo sie spannende Fragen beantworten müssen (die Antworten finden sie im Museum). Man kann hier bestimmt ca. 1 Stunde verbringen. Klare Empfehlung!
VeniVidi
11. Oktober 2025
Wunderbar. Informativ. Tolle Visualisierung der Stadt über die Jahrhunderte. Interaktiv. Kostenlos.

