
Kempten (Allgäu)
Cambodunumweg 3, 87437 Kempten (Allgäu), Deutschland
Archäologischer Park Cambodunum | Tickets & Öffnungszeiten
Der Archäologische Park Cambodunum ist das römische Freilicht-Museum der Stadt Kempten (Allgäu) und zeigt das Zentrum der antiken Römerstadt am originalen Ort. Cambodunum entstand um die Zeitenwende auf dem Lindenberg am östlichen Hochufer der Iller, nachdem die Römer 15 v. Chr. das Alpenvorland erobert hatten. Schon früh war die Stadt durch ihr rechtwinkliges Straßennetz, öffentliche Großbauten und den großen Kultbezirk geprägt. Heute lassen sich Tempelbezirk, Kleine Thermen sowie Forum und Basilika in einer Parklandschaft entdecken, die Geschichte nicht nur erklärt, sondern begehbar macht. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/digital/blog/21-07-eroberung-alpenvorland-))
Öffnungszeiten, Tickets und Preise
Wer den APC besuchen möchte, sollte die saisonalen Öffnungszeiten im Blick behalten. Laut offizieller Besucherinfo ist der Park in der Saison 2026 vom 15. März bis 15. November geöffnet, und zwar dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Auch die Feiertagsregelung ist klar definiert: Geöffnet ist unter anderem an Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, dem Maifeiertag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt, dem Tag der deutschen Einheit und an Allerheiligen. Geschlossen bleibt der APC am Faschingsdienstag. Damit eignet sich der Park besonders für geplante Tagesausflüge, weil die Besuchszeiten überschaubar und verlässlich sind. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Auch die Ticketstruktur ist angenehm transparent. Eintrittskarten gibt es an beiden Eingängen, also am Tempelbezirk in der Cambodunumweg 3 und bei den Kleinen Thermen in der Merktstraße 1, außerdem online im Ticket-Shop. Für Erwachsene liegt der Eintritt bei 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sowie Schülerinnen und Schüler oder Studierende zahlen nichts. Ermäßigt sind 2,50 Euro vorgesehen, ebenso für Gruppen ab zehn Personen pro Person. Besonders attraktiv: Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei. Ergänzend gibt es eine APC-Jahreskarte für Erwachsene für 15 Euro. Wer also mehr als nur einen Kurzbesuch plant, kann das Gelände auch wiederholt in Ruhe erkunden. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Die Preisgestaltung passt gut zu einem Park, der sowohl spontane Besucher als auch Familien, Schulklassen und Gruppen anspricht. Der APC verkauft Tickets nicht nur als Zutritt, sondern als Einstieg in ein zusammenhängendes Vermittlungsangebot: Die beiden ticketpflichtigen Areale Tempelbezirk und Kleine Thermen werden durch frei zugängliche Bereiche und den Erlebnis-Rundweg ergänzt. Dadurch entsteht ein Besuch, der sich mit einem einzigen Ticket sehr flexibel an den eigenen Zeitrahmen anpassen lässt. Wer vorab plant, profitiert von den Online-Tickets, wer spontan kommt, findet dennoch vor Ort eine klare, unkomplizierte Struktur. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Anfahrt, Parken und barrierearmer Besuch
Die Anreise zum Archäologischen Park Cambodunum ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut beschrieben. Wer mit dem Auto kommt, folgt laut offizieller Besucherinfo über A7, B12 oder B19 nach Kempten, fährt am Berliner Platz in Richtung Hauptbahnhof und hält sich an die Beschilderung zum Archäologischen Park Cambodunum. Der APC liegt auf dem Hochufer der Iller im Stadtteil Kempten-Ost. Als Navigationsadressen werden Cambodunumweg 3 und Merktstraße 1 genannt. Das ist praktisch, weil sich damit sowohl der Tempelbezirk als auch der Bereich der Kleinen Thermen direkt ansteuern lassen. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Auch mit dem Bus ist der Park gut eingebunden. Von der ZUM, also dem Zentralen Umsteigeplatz Kempten, fahren die Linien 11 und 12 zum Gelände, vom Hauptbahnhof aus ist der APC über die Linie R8 angebunden. In der Nähe liegen drei Bushaltestellen: Schumacherring/APC, Kaufbeurer Straße/Augarten und Lenzfrieder Straße/Kieswerk. Für Besucherinnen und Besucher ohne Auto ist das ein echter Vorteil, weil sich der Park damit bequem in einen Stadtrundgang oder einen Allgäu-Ausflug einbauen lässt. Gleichzeitig spricht diese Erreichbarkeit für die Lage des APC als kulturelles Ziel mitten in Kempten und dennoch mit archäologischem Freiraum. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Beim Parken gilt: Einen eigenen APC-Parkplatz gibt es nicht. Offiziell werden daher die Parkplätze im Umfeld empfohlen, vor allem der Parkplatz Illerdamm und der Parkplatz am Brodkorbweg. Die Gehzeit liegt je nach Standort bei etwa fünf bis fünfzehn Minuten. Das ist ein wichtiger Planungsfaktor, wenn man mit Kindern, älteren Angehörigen oder bei schlechtem Wetter unterwegs ist. Gleichzeitig zeigt die Parkplatzsituation, dass der APC bewusst als stadtnaher Park gedacht ist und nicht als großer asphaltierter Besucherkomplex. Der Zugang bleibt damit nah an der historischen Landschaft und an den offenen Freiflächen, die das Gelände prägen. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Der Park ist zudem in weiten Teilen barrierearm erschlossen. Laut offizieller Besucherinfo stehen an beiden Kassen kostenlose Rollstühle zur Verfügung, es gibt barrierefreie Toiletten bei der Taberna am Tempelbezirk und in den Kleinen Thermen, und der Tempelbezirk selbst ist über fest installierte Rampen sowie mobile Rampen im Außenbereich zugänglich. Auch die Wege im Außenrundgang sind grundsätzlich erschlossen, können aber je nach Witterung beschwerlicher sein. Für Familien mit Kinderwagen, für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl und für Besucherinnen und Besucher mit Mobilitätseinschränkungen ist das ein großer Pluspunkt. Hunde sind im Museumsbereich nicht erlaubt, in der Parkanlage müssen sie an der Leine geführt werden. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Gallorömischer Tempelbezirk und neue Dauerausstellung
Der Gallorömische Tempelbezirk gehört zu den eindrucksvollsten Teilen des APC. Nach offizieller Darstellung war er eine der bedeutendsten römischen Kultstätten im heutigen Bayern. Im Heiligtum brachten Menschen unterschiedlicher Herkunft ihre Glaubensvorstellungen mit nach Cambodunum. Genannt werden römisch geprägte Kelten aus dem westlich benachbarten Gallien, Germanen und Römer, die hier ihren Göttern Opfer darbrachten. Genau diese kulturelle Mischung macht den Ort so spannend: Der Tempelbezirk ist kein abstraktes Modell, sondern ein Platz, an dem sich Religionsgeschichte, Alltagsgeschichte und Migrationsgeschichte der Antike direkt begegnen. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Architektonisch war der Tempelbezirk von Altären und Tempeln geprägt und von einer Doppelhalle umgeben. Heute ist er als Teilnachbau am originalen Ort zu besichtigen. Das ist für den Besuch besonders hilfreich, weil man nicht nur Mauerreste sieht, sondern die räumliche Wirkung des Heiligtums besser versteht. Hinzu kommt, dass der Bereich seit 2022 durch die interaktive Dauerausstellung Um Gottes Willen: Die Tempel von Cambodunum – neu entdeckt ergänzt wird. Diese Ausstellung ist in der Umbau-Halle des Tempelbezirks untergebracht und vermittelt auf lebendige Weise, wie Archäologie aus Funden Erkenntnisse gewinnt. Damit wird der Tempelbezirk nicht nur zum historischen Schauplatz, sondern auch zum Ort moderner Vermittlung. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Die neue Ausstellung ist außerdem familienfreundlich angelegt. Offiziell ist von fünf Ausstellungsbereichen die Rede, die den Besucherinnen und Besuchern Originalobjekte, Lebensbilder und Mitmach-Angebote näherbringen. Das passt sehr gut zum Charakter des APC, denn hier wird nicht bloß rekonstruiert, sondern erklärt, ausprobiert und eingeordnet. Wer sich für Weihesteine, Gottheiten oder den religiösen Alltag der Römerstadt interessiert, bekommt im Tempelbezirk genau die richtige Mischung aus archäologischer Substanz und anschaulicher Vermittlung. Auch der Museumsshop am Kassenhaus trägt dazu bei: Dort gibt es Eintrittskarten, Übersichtspläne, archäologische Schriften und Nachbildungen originaler Funde aus Cambodunum. So wird der Besuch nach dem Rundgang noch einmal greifbar. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Besonders wichtig für den räumlichen Eindruck ist die Lage direkt am ursprünglichen Ort. Der Tempelbezirk ist also keine nachträgliche Inszenierung außerhalb des Bodendenkmals, sondern eine behutsam erschlossene Form des Originalschauplatzes. Genau das macht ihn zu einem Schlüsselbereich des Parks: Hier erschließt sich, warum Cambodunum für die frühe römische Stadtentwicklung im heutigen Bayern so bedeutsam war. Wer den APC verstehen will, sollte deshalb im Tempelbezirk beginnen. Er liefert die emotionale und inhaltliche Leitidee für den Rest des Geländes: Religion, Kult, Rekonstruktion und archäologische Forschung greifen hier am direktesten ineinander. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Kleine Thermen, Forum und Basilika
Zu den ticketpflichtigen und zugleich besonders anschaulichen Bereichen gehören die Kleinen Thermen. In der Kempten-Tourismus-Information werden sie als ursprüngliche private Badeanlage des Statthalters beschrieben. Das ist mehr als ein antikes Bad: Es war ein sozialer Ort, an dem man badete, Neuigkeiten austauschte und sogar Geschäfte machen konnte. Gerade diese Verbindung von Erholung, Kommunikation und Repräsentation macht die Thermen für heutige Besucher so interessant. Im Schutz- und Ausstellungsbau sind die originalen Überreste der Anlage präsentiert, sodass man nicht nur einen rekonstruierten Eindruck bekommt, sondern echte antike Substanz erlebt. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Das Forum und die Basilika zeigen die andere Seite der römischen Stadt: das öffentliche Leben. Laut offizieller Beschreibung war das Forum der Mittelpunkt von Cambodunum. Auf der großen Platzanlage fanden Markttage statt, während in der Basilika Versammlungen und Gerichtsverhandlungen abgehalten wurden. Die monumentalen Gebäude wurden bereits ab etwa 40 nach Christus in Stein ausgebaut und gelten als wichtiges Indiz für die herausgehobene Stellung der Römerstadt. Wer sich also fragt, wo im APC das politische, wirtschaftliche und rechtliche Zentrum lag, findet die Antwort in diesem frei zugänglichen Bereich der Parklandschaft. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika))
Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass das Forum heute jederzeit frei zugänglich ist. Die Überreste wurden bereits 1885/1886 ausgegraben und später durch punktuelle Nachuntersuchungen genauer bestimmt. Das macht den Ort historisch besonders spannend, weil hier archäologische Forschungsgeschichte und Stadtgeschichte zusammenkommen. Das Forum ist damit nicht nur ein sichtbarer Rest der Antike, sondern auch ein Beispiel dafür, wie lange Cambodunum bereits erforscht wird. Wer den Park in Ruhe durchwandert, erlebt also mehrere Zeitebenen zugleich: die römische Stadt, die frühe Ausgrabungsgeschichte des 19. Jahrhunderts und die heutige Vermittlung in einer offenen, grünen Landschaft. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika))
In der Gesamtschau ergänzen sich die drei Areale sehr gut. Der Tempelbezirk steht für Religion und Kult, die Kleinen Thermen für Körperpflege und soziale Begegnung, das Forum mit Basilika für Verwaltung und Öffentlichkeit. Genau diese Dreiteilung ist der Grund, warum der APC als Freilicht-Museum so gut funktioniert: Man geht nicht durch einen einzigen geschlossenen Bau, sondern durch die Struktur einer antiken Stadt. Die Gebäude und Freiflächen erzeugen ein räumliches Narrativ, das viel verständlicher ist als reine Texttafeln. Das Gelände erklärt sich Schritt für Schritt selbst, wenn man sich Zeit nimmt und die Stationen in der richtigen Reihenfolge erlebt. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Erlebnis-Rundweg, Cambodunum-App und Führungen
Der Archäologische Park Cambodunum lässt sich sehr gut auf eigene Faust erkunden. Laut offizieller Kempten-Tourismus-Seite gibt es einen Erlebnis-Rundweg mit insgesamt 15 Aktivstationen, der das Gelände zu einem Geschichtserlebnis mit allen Sinnen macht. Dazu kommt die Cambodunum-App, die mit Filmsequenzen, 360-Grad-Panoramen und Virtual-Reality-Elementen in die Römerzeit zurückführt. Eine Quiz-Tour ergänzt das Angebot und spricht besonders Familien an. Diese Kombination aus digitaler Vermittlung und realem Ort ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen archäologischen Zielen: Hier geht es nicht nur um Anschauen, sondern um Interaktion, Bewegung und Perspektivwechsel. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Auch die Führungen sind vielfältig und klar strukturiert. Auf der offiziellen Website werden unter anderem Standardführungen, Kostümführungen, Kinderführungen, Führungen mit Figuren, Theaterführungen und das Format Cambodunum Obscurum angeboten. Außerdem sind Führungen in englischer, spanischer, rumänischer und italienischer Sprache sowie in deutscher Gebärdensprache auf Anfrage möglich. Für Buchungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten fällt eine Zusatzgebühr an. Das ist für Gruppen, Schulen und Vereine besonders interessant, weil sich damit ein Besuch sehr gut in unterschiedliche Zielgruppen übersetzen lässt. Der APC ist also nicht nur ein Freilichtmuseum, sondern auch ein Lern- und Erlebnisort mit mehreren Vermittlungsebenen. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/fuehrungen))
Für Kinder und Familien ist das Konzept besonders durchdacht. Die Kinderführung Römer zum Anfassen lädt dazu ein, sich spielerisch mit dem Leben vor 2.000 Jahren auseinanderzusetzen. Im Park selbst gibt es zusätzlich den Römerspielplatz, und die Taberna am Tempelbezirk sorgt mit kalten und warmen Getränken sowie kleinen Speisen für eine entspannte Pause. Zusammengenommen entsteht so ein Besuch, der nicht nach wenigen Minuten erschöpft ist, sondern sich über den ganzen Tag ziehen kann. Wer mit Kindern kommt, sollte deshalb genügend Zeit für den Rundweg, die App und die Pausen einplanen. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/archaeologischer-park))
Auch der praktische Ablauf ist gut gelöst. Der Rundweg verbindet die einzelnen Areale mit klaren Wegen, während die Aktivstationen den Besuch abwechslungsreicher machen. Besonders stark ist die Verbindung von analog und digital: Erst erlebt man den Originalort, dann helfen App und Quiz, das Gesehene einzuordnen. Genau darin liegt der Mehrwert des APC gegenüber einem klassischen Museum: Die Geschichte der Römerstadt wird räumlich, visuell und spielerisch begreifbar. Wer den Park nicht nur fotografieren, sondern wirklich verstehen will, sollte die App daher unbedingt mitnehmen oder vorab laden. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Geschichte, Forschung und Familienangebote in Cambodunum
Die Geschichte von Cambodunum reicht weit zurück. Der APC selbst verweist darauf, dass Kempten bereits als älteste schriftlich erwähnte Stadt Deutschlands dokumentiert ist: Der griechische Geograf Strabon nennt eine keltische Polis namens Kambodounon. Zugleich zeigt die aktuelle Forschung, dass das antike Cambodunum möglicherweise die früheste römische Stadtgründung im heutigen Deutschland gewesen sein könnte. Sicher ist jedenfalls, dass die Stadt um die Zeitenwende als römische Planstadt entstand und mit Forum, Basilika, Statthalterpalast und einem über vier Hektar großen Kaiserkultbezirk außergewöhnlich stark ausgestattet war. Diese frühe Urbanität ist einer der Gründe, warum Cambodunum in der Forschung so viel Aufmerksamkeit erhält. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/diskurs-aelteste-stadt-deutschlands))
Ein besonders spannendes Forschungsfeld ist die Insula 1. Seit Sommer 2019 läuft dort ein mehrjähriges Kooperationsprojekt mit der Ludwig-Maximilians-Universität München. Untersucht wird ein Wohnquartier am Westrand der römischen Bebauung, und zwar das einzige Bürgerhaus von Cambodunum, das nicht durch moderne Bebauung zerstört wurde. Die bisher untersuchten Befunde sind bemerkenswert: Auf über 800 Quadratmetern kam ein komplettes Wohnhaus zum Vorschein, mit intakten Estrichböden, Fußbodenheizungen, einer privaten Thermenanlage und Wandmalereien. Laut APC gehören die freigelegten steinernen Wohnreste zu den ältesten in Deutschland. Für den Besuch bedeutet das: Cambodunum ist nicht nur eine Stadt der öffentlichen Monumente, sondern auch ein Ort außergewöhnlich gut erhaltener Wohnkultur. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/forschungsprojekt-insula-1))
Die Forschung geht dabei über einzelne Grabungsstellen hinaus. Das APC versteht sich ausdrücklich als Ort, an dem Wissenschaft und Vermittlung zusammenkommen. Das zeigt sich an den Grabungen, an den Blogbeiträgen und an Formaten wie SCHAU! Grabung, bei denen Besucherinnen und Besucher archäologische Arbeit unmittelbar beobachten können. Das Forschungsprojekt zum ersten steinernen Forum der Römerstadt Cambodunum unterstreicht zusätzlich, wie wichtig das Areal für die Rekonstruktion der frühen Stadtentwicklung ist. Gerade weil der Kernbereich der römischen Vergangenheit im Gelände nicht überbaut wurde, bleibt Cambodunum ein seltener Fall von städtischer Archäologie im Originalraum. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/archaeologischer-park))
Auch für Familien und Gruppen bietet der APC viele Anknüpfungspunkte. Neben Führungen und der App gibt es Kinderworkshops, Kindergeburtstage, Mal- und Rätselangebote sowie pädagogische Programme für Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schulen. Der Museumsshop verkauft nicht nur Eintrittskarten, sondern auch archäologische Literatur und Nachbildungen von Funden. Die Taberna ergänzt den Besuch mit Getränken und kleinen Speisen, während der Römerspielplatz die jüngeren Gäste mit einbindet. Damit wird Cambodunum zu einem Ort, an dem Geschichte nicht distanziert bleibt, sondern konkret und familienfreundlich erfahrbar wird. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/archaeologischer-park))
Zu den saisonalen Höhepunkten zählt das Römerfest. Der APC berichtete von rund 10.000 Besucherinnen und Besuchern, die an einem Festwochenende römische Geschichte mit allen Sinnen erlebten. Das Programm umfasste unter anderem Gladiatorenkämpfe, Reiterspiele, historisches Handwerk und Mitmachaktionen, ergänzt durch Römerbusse und eine Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben. Für die Außenwirkung des Parks ist das wichtig, weil sich hier die wissenschaftliche Seite und die Erlebnisdimension ideal ergänzen. Cambodunum ist damit nicht nur ein Ort für stille Betrachtung, sondern auch für lebendige Geschichtsvermittlung und große Publikumsmomente. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/festivals/roemerfest))
Quellen:
https://apc-kempten.de/de/besucherinfo - Besucherinfo des Archäologischen Park Cambodunum ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum - Kempten Tourismus: Archäologischer Park Cambodunum ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk - Gallorömischer Tempelbezirk im APC ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika - Forum und Basilika im APC ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika))https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/forschungsprojekt-insula-1 - Forschungsprojekt Insula 1 im APC ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/forschungsprojekt-insula-1))https://apc-kempten.de/de/fuehrungen - Führungen im Archäologischen Park Cambodunum ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/fuehrungen))
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Archäologischer Park Cambodunum | Tickets & Öffnungszeiten
Der Archäologische Park Cambodunum ist das römische Freilicht-Museum der Stadt Kempten (Allgäu) und zeigt das Zentrum der antiken Römerstadt am originalen Ort. Cambodunum entstand um die Zeitenwende auf dem Lindenberg am östlichen Hochufer der Iller, nachdem die Römer 15 v. Chr. das Alpenvorland erobert hatten. Schon früh war die Stadt durch ihr rechtwinkliges Straßennetz, öffentliche Großbauten und den großen Kultbezirk geprägt. Heute lassen sich Tempelbezirk, Kleine Thermen sowie Forum und Basilika in einer Parklandschaft entdecken, die Geschichte nicht nur erklärt, sondern begehbar macht. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/digital/blog/21-07-eroberung-alpenvorland-))
Öffnungszeiten, Tickets und Preise
Wer den APC besuchen möchte, sollte die saisonalen Öffnungszeiten im Blick behalten. Laut offizieller Besucherinfo ist der Park in der Saison 2026 vom 15. März bis 15. November geöffnet, und zwar dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Auch die Feiertagsregelung ist klar definiert: Geöffnet ist unter anderem an Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, dem Maifeiertag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt, dem Tag der deutschen Einheit und an Allerheiligen. Geschlossen bleibt der APC am Faschingsdienstag. Damit eignet sich der Park besonders für geplante Tagesausflüge, weil die Besuchszeiten überschaubar und verlässlich sind. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Auch die Ticketstruktur ist angenehm transparent. Eintrittskarten gibt es an beiden Eingängen, also am Tempelbezirk in der Cambodunumweg 3 und bei den Kleinen Thermen in der Merktstraße 1, außerdem online im Ticket-Shop. Für Erwachsene liegt der Eintritt bei 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sowie Schülerinnen und Schüler oder Studierende zahlen nichts. Ermäßigt sind 2,50 Euro vorgesehen, ebenso für Gruppen ab zehn Personen pro Person. Besonders attraktiv: Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei. Ergänzend gibt es eine APC-Jahreskarte für Erwachsene für 15 Euro. Wer also mehr als nur einen Kurzbesuch plant, kann das Gelände auch wiederholt in Ruhe erkunden. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Die Preisgestaltung passt gut zu einem Park, der sowohl spontane Besucher als auch Familien, Schulklassen und Gruppen anspricht. Der APC verkauft Tickets nicht nur als Zutritt, sondern als Einstieg in ein zusammenhängendes Vermittlungsangebot: Die beiden ticketpflichtigen Areale Tempelbezirk und Kleine Thermen werden durch frei zugängliche Bereiche und den Erlebnis-Rundweg ergänzt. Dadurch entsteht ein Besuch, der sich mit einem einzigen Ticket sehr flexibel an den eigenen Zeitrahmen anpassen lässt. Wer vorab plant, profitiert von den Online-Tickets, wer spontan kommt, findet dennoch vor Ort eine klare, unkomplizierte Struktur. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Anfahrt, Parken und barrierearmer Besuch
Die Anreise zum Archäologischen Park Cambodunum ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut beschrieben. Wer mit dem Auto kommt, folgt laut offizieller Besucherinfo über A7, B12 oder B19 nach Kempten, fährt am Berliner Platz in Richtung Hauptbahnhof und hält sich an die Beschilderung zum Archäologischen Park Cambodunum. Der APC liegt auf dem Hochufer der Iller im Stadtteil Kempten-Ost. Als Navigationsadressen werden Cambodunumweg 3 und Merktstraße 1 genannt. Das ist praktisch, weil sich damit sowohl der Tempelbezirk als auch der Bereich der Kleinen Thermen direkt ansteuern lassen. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Auch mit dem Bus ist der Park gut eingebunden. Von der ZUM, also dem Zentralen Umsteigeplatz Kempten, fahren die Linien 11 und 12 zum Gelände, vom Hauptbahnhof aus ist der APC über die Linie R8 angebunden. In der Nähe liegen drei Bushaltestellen: Schumacherring/APC, Kaufbeurer Straße/Augarten und Lenzfrieder Straße/Kieswerk. Für Besucherinnen und Besucher ohne Auto ist das ein echter Vorteil, weil sich der Park damit bequem in einen Stadtrundgang oder einen Allgäu-Ausflug einbauen lässt. Gleichzeitig spricht diese Erreichbarkeit für die Lage des APC als kulturelles Ziel mitten in Kempten und dennoch mit archäologischem Freiraum. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Beim Parken gilt: Einen eigenen APC-Parkplatz gibt es nicht. Offiziell werden daher die Parkplätze im Umfeld empfohlen, vor allem der Parkplatz Illerdamm und der Parkplatz am Brodkorbweg. Die Gehzeit liegt je nach Standort bei etwa fünf bis fünfzehn Minuten. Das ist ein wichtiger Planungsfaktor, wenn man mit Kindern, älteren Angehörigen oder bei schlechtem Wetter unterwegs ist. Gleichzeitig zeigt die Parkplatzsituation, dass der APC bewusst als stadtnaher Park gedacht ist und nicht als großer asphaltierter Besucherkomplex. Der Zugang bleibt damit nah an der historischen Landschaft und an den offenen Freiflächen, die das Gelände prägen. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Der Park ist zudem in weiten Teilen barrierearm erschlossen. Laut offizieller Besucherinfo stehen an beiden Kassen kostenlose Rollstühle zur Verfügung, es gibt barrierefreie Toiletten bei der Taberna am Tempelbezirk und in den Kleinen Thermen, und der Tempelbezirk selbst ist über fest installierte Rampen sowie mobile Rampen im Außenbereich zugänglich. Auch die Wege im Außenrundgang sind grundsätzlich erschlossen, können aber je nach Witterung beschwerlicher sein. Für Familien mit Kinderwagen, für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl und für Besucherinnen und Besucher mit Mobilitätseinschränkungen ist das ein großer Pluspunkt. Hunde sind im Museumsbereich nicht erlaubt, in der Parkanlage müssen sie an der Leine geführt werden. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Gallorömischer Tempelbezirk und neue Dauerausstellung
Der Gallorömische Tempelbezirk gehört zu den eindrucksvollsten Teilen des APC. Nach offizieller Darstellung war er eine der bedeutendsten römischen Kultstätten im heutigen Bayern. Im Heiligtum brachten Menschen unterschiedlicher Herkunft ihre Glaubensvorstellungen mit nach Cambodunum. Genannt werden römisch geprägte Kelten aus dem westlich benachbarten Gallien, Germanen und Römer, die hier ihren Göttern Opfer darbrachten. Genau diese kulturelle Mischung macht den Ort so spannend: Der Tempelbezirk ist kein abstraktes Modell, sondern ein Platz, an dem sich Religionsgeschichte, Alltagsgeschichte und Migrationsgeschichte der Antike direkt begegnen. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Architektonisch war der Tempelbezirk von Altären und Tempeln geprägt und von einer Doppelhalle umgeben. Heute ist er als Teilnachbau am originalen Ort zu besichtigen. Das ist für den Besuch besonders hilfreich, weil man nicht nur Mauerreste sieht, sondern die räumliche Wirkung des Heiligtums besser versteht. Hinzu kommt, dass der Bereich seit 2022 durch die interaktive Dauerausstellung Um Gottes Willen: Die Tempel von Cambodunum – neu entdeckt ergänzt wird. Diese Ausstellung ist in der Umbau-Halle des Tempelbezirks untergebracht und vermittelt auf lebendige Weise, wie Archäologie aus Funden Erkenntnisse gewinnt. Damit wird der Tempelbezirk nicht nur zum historischen Schauplatz, sondern auch zum Ort moderner Vermittlung. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Die neue Ausstellung ist außerdem familienfreundlich angelegt. Offiziell ist von fünf Ausstellungsbereichen die Rede, die den Besucherinnen und Besuchern Originalobjekte, Lebensbilder und Mitmach-Angebote näherbringen. Das passt sehr gut zum Charakter des APC, denn hier wird nicht bloß rekonstruiert, sondern erklärt, ausprobiert und eingeordnet. Wer sich für Weihesteine, Gottheiten oder den religiösen Alltag der Römerstadt interessiert, bekommt im Tempelbezirk genau die richtige Mischung aus archäologischer Substanz und anschaulicher Vermittlung. Auch der Museumsshop am Kassenhaus trägt dazu bei: Dort gibt es Eintrittskarten, Übersichtspläne, archäologische Schriften und Nachbildungen originaler Funde aus Cambodunum. So wird der Besuch nach dem Rundgang noch einmal greifbar. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Besonders wichtig für den räumlichen Eindruck ist die Lage direkt am ursprünglichen Ort. Der Tempelbezirk ist also keine nachträgliche Inszenierung außerhalb des Bodendenkmals, sondern eine behutsam erschlossene Form des Originalschauplatzes. Genau das macht ihn zu einem Schlüsselbereich des Parks: Hier erschließt sich, warum Cambodunum für die frühe römische Stadtentwicklung im heutigen Bayern so bedeutsam war. Wer den APC verstehen will, sollte deshalb im Tempelbezirk beginnen. Er liefert die emotionale und inhaltliche Leitidee für den Rest des Geländes: Religion, Kult, Rekonstruktion und archäologische Forschung greifen hier am direktesten ineinander. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Kleine Thermen, Forum und Basilika
Zu den ticketpflichtigen und zugleich besonders anschaulichen Bereichen gehören die Kleinen Thermen. In der Kempten-Tourismus-Information werden sie als ursprüngliche private Badeanlage des Statthalters beschrieben. Das ist mehr als ein antikes Bad: Es war ein sozialer Ort, an dem man badete, Neuigkeiten austauschte und sogar Geschäfte machen konnte. Gerade diese Verbindung von Erholung, Kommunikation und Repräsentation macht die Thermen für heutige Besucher so interessant. Im Schutz- und Ausstellungsbau sind die originalen Überreste der Anlage präsentiert, sodass man nicht nur einen rekonstruierten Eindruck bekommt, sondern echte antike Substanz erlebt. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Das Forum und die Basilika zeigen die andere Seite der römischen Stadt: das öffentliche Leben. Laut offizieller Beschreibung war das Forum der Mittelpunkt von Cambodunum. Auf der großen Platzanlage fanden Markttage statt, während in der Basilika Versammlungen und Gerichtsverhandlungen abgehalten wurden. Die monumentalen Gebäude wurden bereits ab etwa 40 nach Christus in Stein ausgebaut und gelten als wichtiges Indiz für die herausgehobene Stellung der Römerstadt. Wer sich also fragt, wo im APC das politische, wirtschaftliche und rechtliche Zentrum lag, findet die Antwort in diesem frei zugänglichen Bereich der Parklandschaft. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika))
Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass das Forum heute jederzeit frei zugänglich ist. Die Überreste wurden bereits 1885/1886 ausgegraben und später durch punktuelle Nachuntersuchungen genauer bestimmt. Das macht den Ort historisch besonders spannend, weil hier archäologische Forschungsgeschichte und Stadtgeschichte zusammenkommen. Das Forum ist damit nicht nur ein sichtbarer Rest der Antike, sondern auch ein Beispiel dafür, wie lange Cambodunum bereits erforscht wird. Wer den Park in Ruhe durchwandert, erlebt also mehrere Zeitebenen zugleich: die römische Stadt, die frühe Ausgrabungsgeschichte des 19. Jahrhunderts und die heutige Vermittlung in einer offenen, grünen Landschaft. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika))
In der Gesamtschau ergänzen sich die drei Areale sehr gut. Der Tempelbezirk steht für Religion und Kult, die Kleinen Thermen für Körperpflege und soziale Begegnung, das Forum mit Basilika für Verwaltung und Öffentlichkeit. Genau diese Dreiteilung ist der Grund, warum der APC als Freilicht-Museum so gut funktioniert: Man geht nicht durch einen einzigen geschlossenen Bau, sondern durch die Struktur einer antiken Stadt. Die Gebäude und Freiflächen erzeugen ein räumliches Narrativ, das viel verständlicher ist als reine Texttafeln. Das Gelände erklärt sich Schritt für Schritt selbst, wenn man sich Zeit nimmt und die Stationen in der richtigen Reihenfolge erlebt. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Erlebnis-Rundweg, Cambodunum-App und Führungen
Der Archäologische Park Cambodunum lässt sich sehr gut auf eigene Faust erkunden. Laut offizieller Kempten-Tourismus-Seite gibt es einen Erlebnis-Rundweg mit insgesamt 15 Aktivstationen, der das Gelände zu einem Geschichtserlebnis mit allen Sinnen macht. Dazu kommt die Cambodunum-App, die mit Filmsequenzen, 360-Grad-Panoramen und Virtual-Reality-Elementen in die Römerzeit zurückführt. Eine Quiz-Tour ergänzt das Angebot und spricht besonders Familien an. Diese Kombination aus digitaler Vermittlung und realem Ort ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen archäologischen Zielen: Hier geht es nicht nur um Anschauen, sondern um Interaktion, Bewegung und Perspektivwechsel. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Auch die Führungen sind vielfältig und klar strukturiert. Auf der offiziellen Website werden unter anderem Standardführungen, Kostümführungen, Kinderführungen, Führungen mit Figuren, Theaterführungen und das Format Cambodunum Obscurum angeboten. Außerdem sind Führungen in englischer, spanischer, rumänischer und italienischer Sprache sowie in deutscher Gebärdensprache auf Anfrage möglich. Für Buchungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten fällt eine Zusatzgebühr an. Das ist für Gruppen, Schulen und Vereine besonders interessant, weil sich damit ein Besuch sehr gut in unterschiedliche Zielgruppen übersetzen lässt. Der APC ist also nicht nur ein Freilichtmuseum, sondern auch ein Lern- und Erlebnisort mit mehreren Vermittlungsebenen. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/fuehrungen))
Für Kinder und Familien ist das Konzept besonders durchdacht. Die Kinderführung Römer zum Anfassen lädt dazu ein, sich spielerisch mit dem Leben vor 2.000 Jahren auseinanderzusetzen. Im Park selbst gibt es zusätzlich den Römerspielplatz, und die Taberna am Tempelbezirk sorgt mit kalten und warmen Getränken sowie kleinen Speisen für eine entspannte Pause. Zusammengenommen entsteht so ein Besuch, der nicht nach wenigen Minuten erschöpft ist, sondern sich über den ganzen Tag ziehen kann. Wer mit Kindern kommt, sollte deshalb genügend Zeit für den Rundweg, die App und die Pausen einplanen. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/archaeologischer-park))
Auch der praktische Ablauf ist gut gelöst. Der Rundweg verbindet die einzelnen Areale mit klaren Wegen, während die Aktivstationen den Besuch abwechslungsreicher machen. Besonders stark ist die Verbindung von analog und digital: Erst erlebt man den Originalort, dann helfen App und Quiz, das Gesehene einzuordnen. Genau darin liegt der Mehrwert des APC gegenüber einem klassischen Museum: Die Geschichte der Römerstadt wird räumlich, visuell und spielerisch begreifbar. Wer den Park nicht nur fotografieren, sondern wirklich verstehen will, sollte die App daher unbedingt mitnehmen oder vorab laden. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Geschichte, Forschung und Familienangebote in Cambodunum
Die Geschichte von Cambodunum reicht weit zurück. Der APC selbst verweist darauf, dass Kempten bereits als älteste schriftlich erwähnte Stadt Deutschlands dokumentiert ist: Der griechische Geograf Strabon nennt eine keltische Polis namens Kambodounon. Zugleich zeigt die aktuelle Forschung, dass das antike Cambodunum möglicherweise die früheste römische Stadtgründung im heutigen Deutschland gewesen sein könnte. Sicher ist jedenfalls, dass die Stadt um die Zeitenwende als römische Planstadt entstand und mit Forum, Basilika, Statthalterpalast und einem über vier Hektar großen Kaiserkultbezirk außergewöhnlich stark ausgestattet war. Diese frühe Urbanität ist einer der Gründe, warum Cambodunum in der Forschung so viel Aufmerksamkeit erhält. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/diskurs-aelteste-stadt-deutschlands))
Ein besonders spannendes Forschungsfeld ist die Insula 1. Seit Sommer 2019 läuft dort ein mehrjähriges Kooperationsprojekt mit der Ludwig-Maximilians-Universität München. Untersucht wird ein Wohnquartier am Westrand der römischen Bebauung, und zwar das einzige Bürgerhaus von Cambodunum, das nicht durch moderne Bebauung zerstört wurde. Die bisher untersuchten Befunde sind bemerkenswert: Auf über 800 Quadratmetern kam ein komplettes Wohnhaus zum Vorschein, mit intakten Estrichböden, Fußbodenheizungen, einer privaten Thermenanlage und Wandmalereien. Laut APC gehören die freigelegten steinernen Wohnreste zu den ältesten in Deutschland. Für den Besuch bedeutet das: Cambodunum ist nicht nur eine Stadt der öffentlichen Monumente, sondern auch ein Ort außergewöhnlich gut erhaltener Wohnkultur. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/forschungsprojekt-insula-1))
Die Forschung geht dabei über einzelne Grabungsstellen hinaus. Das APC versteht sich ausdrücklich als Ort, an dem Wissenschaft und Vermittlung zusammenkommen. Das zeigt sich an den Grabungen, an den Blogbeiträgen und an Formaten wie SCHAU! Grabung, bei denen Besucherinnen und Besucher archäologische Arbeit unmittelbar beobachten können. Das Forschungsprojekt zum ersten steinernen Forum der Römerstadt Cambodunum unterstreicht zusätzlich, wie wichtig das Areal für die Rekonstruktion der frühen Stadtentwicklung ist. Gerade weil der Kernbereich der römischen Vergangenheit im Gelände nicht überbaut wurde, bleibt Cambodunum ein seltener Fall von städtischer Archäologie im Originalraum. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/archaeologischer-park))
Auch für Familien und Gruppen bietet der APC viele Anknüpfungspunkte. Neben Führungen und der App gibt es Kinderworkshops, Kindergeburtstage, Mal- und Rätselangebote sowie pädagogische Programme für Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schulen. Der Museumsshop verkauft nicht nur Eintrittskarten, sondern auch archäologische Literatur und Nachbildungen von Funden. Die Taberna ergänzt den Besuch mit Getränken und kleinen Speisen, während der Römerspielplatz die jüngeren Gäste mit einbindet. Damit wird Cambodunum zu einem Ort, an dem Geschichte nicht distanziert bleibt, sondern konkret und familienfreundlich erfahrbar wird. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/archaeologischer-park))
Zu den saisonalen Höhepunkten zählt das Römerfest. Der APC berichtete von rund 10.000 Besucherinnen und Besuchern, die an einem Festwochenende römische Geschichte mit allen Sinnen erlebten. Das Programm umfasste unter anderem Gladiatorenkämpfe, Reiterspiele, historisches Handwerk und Mitmachaktionen, ergänzt durch Römerbusse und eine Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben. Für die Außenwirkung des Parks ist das wichtig, weil sich hier die wissenschaftliche Seite und die Erlebnisdimension ideal ergänzen. Cambodunum ist damit nicht nur ein Ort für stille Betrachtung, sondern auch für lebendige Geschichtsvermittlung und große Publikumsmomente. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/festivals/roemerfest))
Quellen:
https://apc-kempten.de/de/besucherinfo- Besucherinfo des Archäologischen Park Cambodunum ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum- Kempten Tourismus: Archäologischer Park Cambodunum ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk- Gallorömischer Tempelbezirk im APC ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika- Forum und Basilika im APC ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika))https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/forschungsprojekt-insula-1- Forschungsprojekt Insula 1 im APC ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/forschungsprojekt-insula-1))https://apc-kempten.de/de/fuehrungen- Führungen im Archäologischen Park Cambodunum ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/fuehrungen))
Archäologischer Park Cambodunum | Tickets & Öffnungszeiten
Der Archäologische Park Cambodunum ist das römische Freilicht-Museum der Stadt Kempten (Allgäu) und zeigt das Zentrum der antiken Römerstadt am originalen Ort. Cambodunum entstand um die Zeitenwende auf dem Lindenberg am östlichen Hochufer der Iller, nachdem die Römer 15 v. Chr. das Alpenvorland erobert hatten. Schon früh war die Stadt durch ihr rechtwinkliges Straßennetz, öffentliche Großbauten und den großen Kultbezirk geprägt. Heute lassen sich Tempelbezirk, Kleine Thermen sowie Forum und Basilika in einer Parklandschaft entdecken, die Geschichte nicht nur erklärt, sondern begehbar macht. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/digital/blog/21-07-eroberung-alpenvorland-))
Öffnungszeiten, Tickets und Preise
Wer den APC besuchen möchte, sollte die saisonalen Öffnungszeiten im Blick behalten. Laut offizieller Besucherinfo ist der Park in der Saison 2026 vom 15. März bis 15. November geöffnet, und zwar dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Auch die Feiertagsregelung ist klar definiert: Geöffnet ist unter anderem an Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, dem Maifeiertag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt, dem Tag der deutschen Einheit und an Allerheiligen. Geschlossen bleibt der APC am Faschingsdienstag. Damit eignet sich der Park besonders für geplante Tagesausflüge, weil die Besuchszeiten überschaubar und verlässlich sind. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Auch die Ticketstruktur ist angenehm transparent. Eintrittskarten gibt es an beiden Eingängen, also am Tempelbezirk in der Cambodunumweg 3 und bei den Kleinen Thermen in der Merktstraße 1, außerdem online im Ticket-Shop. Für Erwachsene liegt der Eintritt bei 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sowie Schülerinnen und Schüler oder Studierende zahlen nichts. Ermäßigt sind 2,50 Euro vorgesehen, ebenso für Gruppen ab zehn Personen pro Person. Besonders attraktiv: Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei. Ergänzend gibt es eine APC-Jahreskarte für Erwachsene für 15 Euro. Wer also mehr als nur einen Kurzbesuch plant, kann das Gelände auch wiederholt in Ruhe erkunden. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Die Preisgestaltung passt gut zu einem Park, der sowohl spontane Besucher als auch Familien, Schulklassen und Gruppen anspricht. Der APC verkauft Tickets nicht nur als Zutritt, sondern als Einstieg in ein zusammenhängendes Vermittlungsangebot: Die beiden ticketpflichtigen Areale Tempelbezirk und Kleine Thermen werden durch frei zugängliche Bereiche und den Erlebnis-Rundweg ergänzt. Dadurch entsteht ein Besuch, der sich mit einem einzigen Ticket sehr flexibel an den eigenen Zeitrahmen anpassen lässt. Wer vorab plant, profitiert von den Online-Tickets, wer spontan kommt, findet dennoch vor Ort eine klare, unkomplizierte Struktur. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Anfahrt, Parken und barrierearmer Besuch
Die Anreise zum Archäologischen Park Cambodunum ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut beschrieben. Wer mit dem Auto kommt, folgt laut offizieller Besucherinfo über A7, B12 oder B19 nach Kempten, fährt am Berliner Platz in Richtung Hauptbahnhof und hält sich an die Beschilderung zum Archäologischen Park Cambodunum. Der APC liegt auf dem Hochufer der Iller im Stadtteil Kempten-Ost. Als Navigationsadressen werden Cambodunumweg 3 und Merktstraße 1 genannt. Das ist praktisch, weil sich damit sowohl der Tempelbezirk als auch der Bereich der Kleinen Thermen direkt ansteuern lassen. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Auch mit dem Bus ist der Park gut eingebunden. Von der ZUM, also dem Zentralen Umsteigeplatz Kempten, fahren die Linien 11 und 12 zum Gelände, vom Hauptbahnhof aus ist der APC über die Linie R8 angebunden. In der Nähe liegen drei Bushaltestellen: Schumacherring/APC, Kaufbeurer Straße/Augarten und Lenzfrieder Straße/Kieswerk. Für Besucherinnen und Besucher ohne Auto ist das ein echter Vorteil, weil sich der Park damit bequem in einen Stadtrundgang oder einen Allgäu-Ausflug einbauen lässt. Gleichzeitig spricht diese Erreichbarkeit für die Lage des APC als kulturelles Ziel mitten in Kempten und dennoch mit archäologischem Freiraum. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Beim Parken gilt: Einen eigenen APC-Parkplatz gibt es nicht. Offiziell werden daher die Parkplätze im Umfeld empfohlen, vor allem der Parkplatz Illerdamm und der Parkplatz am Brodkorbweg. Die Gehzeit liegt je nach Standort bei etwa fünf bis fünfzehn Minuten. Das ist ein wichtiger Planungsfaktor, wenn man mit Kindern, älteren Angehörigen oder bei schlechtem Wetter unterwegs ist. Gleichzeitig zeigt die Parkplatzsituation, dass der APC bewusst als stadtnaher Park gedacht ist und nicht als großer asphaltierter Besucherkomplex. Der Zugang bleibt damit nah an der historischen Landschaft und an den offenen Freiflächen, die das Gelände prägen. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Der Park ist zudem in weiten Teilen barrierearm erschlossen. Laut offizieller Besucherinfo stehen an beiden Kassen kostenlose Rollstühle zur Verfügung, es gibt barrierefreie Toiletten bei der Taberna am Tempelbezirk und in den Kleinen Thermen, und der Tempelbezirk selbst ist über fest installierte Rampen sowie mobile Rampen im Außenbereich zugänglich. Auch die Wege im Außenrundgang sind grundsätzlich erschlossen, können aber je nach Witterung beschwerlicher sein. Für Familien mit Kinderwagen, für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl und für Besucherinnen und Besucher mit Mobilitätseinschränkungen ist das ein großer Pluspunkt. Hunde sind im Museumsbereich nicht erlaubt, in der Parkanlage müssen sie an der Leine geführt werden. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))
Gallorömischer Tempelbezirk und neue Dauerausstellung
Der Gallorömische Tempelbezirk gehört zu den eindrucksvollsten Teilen des APC. Nach offizieller Darstellung war er eine der bedeutendsten römischen Kultstätten im heutigen Bayern. Im Heiligtum brachten Menschen unterschiedlicher Herkunft ihre Glaubensvorstellungen mit nach Cambodunum. Genannt werden römisch geprägte Kelten aus dem westlich benachbarten Gallien, Germanen und Römer, die hier ihren Göttern Opfer darbrachten. Genau diese kulturelle Mischung macht den Ort so spannend: Der Tempelbezirk ist kein abstraktes Modell, sondern ein Platz, an dem sich Religionsgeschichte, Alltagsgeschichte und Migrationsgeschichte der Antike direkt begegnen. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Architektonisch war der Tempelbezirk von Altären und Tempeln geprägt und von einer Doppelhalle umgeben. Heute ist er als Teilnachbau am originalen Ort zu besichtigen. Das ist für den Besuch besonders hilfreich, weil man nicht nur Mauerreste sieht, sondern die räumliche Wirkung des Heiligtums besser versteht. Hinzu kommt, dass der Bereich seit 2022 durch die interaktive Dauerausstellung Um Gottes Willen: Die Tempel von Cambodunum – neu entdeckt ergänzt wird. Diese Ausstellung ist in der Umbau-Halle des Tempelbezirks untergebracht und vermittelt auf lebendige Weise, wie Archäologie aus Funden Erkenntnisse gewinnt. Damit wird der Tempelbezirk nicht nur zum historischen Schauplatz, sondern auch zum Ort moderner Vermittlung. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Die neue Ausstellung ist außerdem familienfreundlich angelegt. Offiziell ist von fünf Ausstellungsbereichen die Rede, die den Besucherinnen und Besuchern Originalobjekte, Lebensbilder und Mitmach-Angebote näherbringen. Das passt sehr gut zum Charakter des APC, denn hier wird nicht bloß rekonstruiert, sondern erklärt, ausprobiert und eingeordnet. Wer sich für Weihesteine, Gottheiten oder den religiösen Alltag der Römerstadt interessiert, bekommt im Tempelbezirk genau die richtige Mischung aus archäologischer Substanz und anschaulicher Vermittlung. Auch der Museumsshop am Kassenhaus trägt dazu bei: Dort gibt es Eintrittskarten, Übersichtspläne, archäologische Schriften und Nachbildungen originaler Funde aus Cambodunum. So wird der Besuch nach dem Rundgang noch einmal greifbar. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Besonders wichtig für den räumlichen Eindruck ist die Lage direkt am ursprünglichen Ort. Der Tempelbezirk ist also keine nachträgliche Inszenierung außerhalb des Bodendenkmals, sondern eine behutsam erschlossene Form des Originalschauplatzes. Genau das macht ihn zu einem Schlüsselbereich des Parks: Hier erschließt sich, warum Cambodunum für die frühe römische Stadtentwicklung im heutigen Bayern so bedeutsam war. Wer den APC verstehen will, sollte deshalb im Tempelbezirk beginnen. Er liefert die emotionale und inhaltliche Leitidee für den Rest des Geländes: Religion, Kult, Rekonstruktion und archäologische Forschung greifen hier am direktesten ineinander. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))
Kleine Thermen, Forum und Basilika
Zu den ticketpflichtigen und zugleich besonders anschaulichen Bereichen gehören die Kleinen Thermen. In der Kempten-Tourismus-Information werden sie als ursprüngliche private Badeanlage des Statthalters beschrieben. Das ist mehr als ein antikes Bad: Es war ein sozialer Ort, an dem man badete, Neuigkeiten austauschte und sogar Geschäfte machen konnte. Gerade diese Verbindung von Erholung, Kommunikation und Repräsentation macht die Thermen für heutige Besucher so interessant. Im Schutz- und Ausstellungsbau sind die originalen Überreste der Anlage präsentiert, sodass man nicht nur einen rekonstruierten Eindruck bekommt, sondern echte antike Substanz erlebt. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Das Forum und die Basilika zeigen die andere Seite der römischen Stadt: das öffentliche Leben. Laut offizieller Beschreibung war das Forum der Mittelpunkt von Cambodunum. Auf der großen Platzanlage fanden Markttage statt, während in der Basilika Versammlungen und Gerichtsverhandlungen abgehalten wurden. Die monumentalen Gebäude wurden bereits ab etwa 40 nach Christus in Stein ausgebaut und gelten als wichtiges Indiz für die herausgehobene Stellung der Römerstadt. Wer sich also fragt, wo im APC das politische, wirtschaftliche und rechtliche Zentrum lag, findet die Antwort in diesem frei zugänglichen Bereich der Parklandschaft. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika))
Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass das Forum heute jederzeit frei zugänglich ist. Die Überreste wurden bereits 1885/1886 ausgegraben und später durch punktuelle Nachuntersuchungen genauer bestimmt. Das macht den Ort historisch besonders spannend, weil hier archäologische Forschungsgeschichte und Stadtgeschichte zusammenkommen. Das Forum ist damit nicht nur ein sichtbarer Rest der Antike, sondern auch ein Beispiel dafür, wie lange Cambodunum bereits erforscht wird. Wer den Park in Ruhe durchwandert, erlebt also mehrere Zeitebenen zugleich: die römische Stadt, die frühe Ausgrabungsgeschichte des 19. Jahrhunderts und die heutige Vermittlung in einer offenen, grünen Landschaft. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika))
In der Gesamtschau ergänzen sich die drei Areale sehr gut. Der Tempelbezirk steht für Religion und Kult, die Kleinen Thermen für Körperpflege und soziale Begegnung, das Forum mit Basilika für Verwaltung und Öffentlichkeit. Genau diese Dreiteilung ist der Grund, warum der APC als Freilicht-Museum so gut funktioniert: Man geht nicht durch einen einzigen geschlossenen Bau, sondern durch die Struktur einer antiken Stadt. Die Gebäude und Freiflächen erzeugen ein räumliches Narrativ, das viel verständlicher ist als reine Texttafeln. Das Gelände erklärt sich Schritt für Schritt selbst, wenn man sich Zeit nimmt und die Stationen in der richtigen Reihenfolge erlebt. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Erlebnis-Rundweg, Cambodunum-App und Führungen
Der Archäologische Park Cambodunum lässt sich sehr gut auf eigene Faust erkunden. Laut offizieller Kempten-Tourismus-Seite gibt es einen Erlebnis-Rundweg mit insgesamt 15 Aktivstationen, der das Gelände zu einem Geschichtserlebnis mit allen Sinnen macht. Dazu kommt die Cambodunum-App, die mit Filmsequenzen, 360-Grad-Panoramen und Virtual-Reality-Elementen in die Römerzeit zurückführt. Eine Quiz-Tour ergänzt das Angebot und spricht besonders Familien an. Diese Kombination aus digitaler Vermittlung und realem Ort ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen archäologischen Zielen: Hier geht es nicht nur um Anschauen, sondern um Interaktion, Bewegung und Perspektivwechsel. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Auch die Führungen sind vielfältig und klar strukturiert. Auf der offiziellen Website werden unter anderem Standardführungen, Kostümführungen, Kinderführungen, Führungen mit Figuren, Theaterführungen und das Format Cambodunum Obscurum angeboten. Außerdem sind Führungen in englischer, spanischer, rumänischer und italienischer Sprache sowie in deutscher Gebärdensprache auf Anfrage möglich. Für Buchungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten fällt eine Zusatzgebühr an. Das ist für Gruppen, Schulen und Vereine besonders interessant, weil sich damit ein Besuch sehr gut in unterschiedliche Zielgruppen übersetzen lässt. Der APC ist also nicht nur ein Freilichtmuseum, sondern auch ein Lern- und Erlebnisort mit mehreren Vermittlungsebenen. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/fuehrungen))
Für Kinder und Familien ist das Konzept besonders durchdacht. Die Kinderführung Römer zum Anfassen lädt dazu ein, sich spielerisch mit dem Leben vor 2.000 Jahren auseinanderzusetzen. Im Park selbst gibt es zusätzlich den Römerspielplatz, und die Taberna am Tempelbezirk sorgt mit kalten und warmen Getränken sowie kleinen Speisen für eine entspannte Pause. Zusammengenommen entsteht so ein Besuch, der nicht nach wenigen Minuten erschöpft ist, sondern sich über den ganzen Tag ziehen kann. Wer mit Kindern kommt, sollte deshalb genügend Zeit für den Rundweg, die App und die Pausen einplanen. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/archaeologischer-park))
Auch der praktische Ablauf ist gut gelöst. Der Rundweg verbindet die einzelnen Areale mit klaren Wegen, während die Aktivstationen den Besuch abwechslungsreicher machen. Besonders stark ist die Verbindung von analog und digital: Erst erlebt man den Originalort, dann helfen App und Quiz, das Gesehene einzuordnen. Genau darin liegt der Mehrwert des APC gegenüber einem klassischen Museum: Die Geschichte der Römerstadt wird räumlich, visuell und spielerisch begreifbar. Wer den Park nicht nur fotografieren, sondern wirklich verstehen will, sollte die App daher unbedingt mitnehmen oder vorab laden. ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))
Geschichte, Forschung und Familienangebote in Cambodunum
Die Geschichte von Cambodunum reicht weit zurück. Der APC selbst verweist darauf, dass Kempten bereits als älteste schriftlich erwähnte Stadt Deutschlands dokumentiert ist: Der griechische Geograf Strabon nennt eine keltische Polis namens Kambodounon. Zugleich zeigt die aktuelle Forschung, dass das antike Cambodunum möglicherweise die früheste römische Stadtgründung im heutigen Deutschland gewesen sein könnte. Sicher ist jedenfalls, dass die Stadt um die Zeitenwende als römische Planstadt entstand und mit Forum, Basilika, Statthalterpalast und einem über vier Hektar großen Kaiserkultbezirk außergewöhnlich stark ausgestattet war. Diese frühe Urbanität ist einer der Gründe, warum Cambodunum in der Forschung so viel Aufmerksamkeit erhält. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/diskurs-aelteste-stadt-deutschlands))
Ein besonders spannendes Forschungsfeld ist die Insula 1. Seit Sommer 2019 läuft dort ein mehrjähriges Kooperationsprojekt mit der Ludwig-Maximilians-Universität München. Untersucht wird ein Wohnquartier am Westrand der römischen Bebauung, und zwar das einzige Bürgerhaus von Cambodunum, das nicht durch moderne Bebauung zerstört wurde. Die bisher untersuchten Befunde sind bemerkenswert: Auf über 800 Quadratmetern kam ein komplettes Wohnhaus zum Vorschein, mit intakten Estrichböden, Fußbodenheizungen, einer privaten Thermenanlage und Wandmalereien. Laut APC gehören die freigelegten steinernen Wohnreste zu den ältesten in Deutschland. Für den Besuch bedeutet das: Cambodunum ist nicht nur eine Stadt der öffentlichen Monumente, sondern auch ein Ort außergewöhnlich gut erhaltener Wohnkultur. ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/forschungsprojekt-insula-1))
Die Forschung geht dabei über einzelne Grabungsstellen hinaus. Das APC versteht sich ausdrücklich als Ort, an dem Wissenschaft und Vermittlung zusammenkommen. Das zeigt sich an den Grabungen, an den Blogbeiträgen und an Formaten wie SCHAU! Grabung, bei denen Besucherinnen und Besucher archäologische Arbeit unmittelbar beobachten können. Das Forschungsprojekt zum ersten steinernen Forum der Römerstadt Cambodunum unterstreicht zusätzlich, wie wichtig das Areal für die Rekonstruktion der frühen Stadtentwicklung ist. Gerade weil der Kernbereich der römischen Vergangenheit im Gelände nicht überbaut wurde, bleibt Cambodunum ein seltener Fall von städtischer Archäologie im Originalraum. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/archaeologischer-park))
Auch für Familien und Gruppen bietet der APC viele Anknüpfungspunkte. Neben Führungen und der App gibt es Kinderworkshops, Kindergeburtstage, Mal- und Rätselangebote sowie pädagogische Programme für Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schulen. Der Museumsshop verkauft nicht nur Eintrittskarten, sondern auch archäologische Literatur und Nachbildungen von Funden. Die Taberna ergänzt den Besuch mit Getränken und kleinen Speisen, während der Römerspielplatz die jüngeren Gäste mit einbindet. Damit wird Cambodunum zu einem Ort, an dem Geschichte nicht distanziert bleibt, sondern konkret und familienfreundlich erfahrbar wird. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/archaeologischer-park))
Zu den saisonalen Höhepunkten zählt das Römerfest. Der APC berichtete von rund 10.000 Besucherinnen und Besuchern, die an einem Festwochenende römische Geschichte mit allen Sinnen erlebten. Das Programm umfasste unter anderem Gladiatorenkämpfe, Reiterspiele, historisches Handwerk und Mitmachaktionen, ergänzt durch Römerbusse und eine Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben. Für die Außenwirkung des Parks ist das wichtig, weil sich hier die wissenschaftliche Seite und die Erlebnisdimension ideal ergänzen. Cambodunum ist damit nicht nur ein Ort für stille Betrachtung, sondern auch für lebendige Geschichtsvermittlung und große Publikumsmomente. ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/festivals/roemerfest))
Quellen:
https://apc-kempten.de/de/besucherinfo- Besucherinfo des Archäologischen Park Cambodunum ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/besucherinfo))https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum- Kempten Tourismus: Archäologischer Park Cambodunum ([kempten-tourismus.de](https://www.kempten-tourismus.de/archaeologischer-park-cambodunum))https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk- Gallorömischer Tempelbezirk im APC ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/galloroemischer-tempelbezirk))https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika- Forum und Basilika im APC ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/archaeologischer-park/ausstellungsareale/forum-und-basilika))https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/forschungsprojekt-insula-1- Forschungsprojekt Insula 1 im APC ([apc-kempten.de](https://apc-kempten.de/de/forschung-und-grabung/forschungsprojekt-insula-1))https://apc-kempten.de/de/fuehrungen- Führungen im Archäologischen Park Cambodunum ([apc-kempten.de](https://www.apc-kempten.de/de/fuehrungen))
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Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
Laura Wiegand
10. August 2022
Toller Park mit guten und interessanten Erklärungen und vielen praktischen Elementen in jeder Ausstellung. Man kann den Hauptpark kostenlos erkunden, muss aber für den Eintritt zum Tempel und zur Therme bezahlen. Viele interaktive Präsentationen und Erklärungen. Sehr freundliches und hilfsbereites Personal. Sehr inklusiv und viele Details für Sehbehinderte (also viele Modelle und Dinge zum Anfassen). Der Eintritt von 5€ für Erwachsene ist wirklich günstig für das, was man bekommt. Man kann mit Karte oder Bargeld bezahlen, es gibt ein Café und Toiletten.
Catherine Wayland
1. August 2023
Wir haben meinen Dad zum Römerfest mitgenommen und hatten eine tolle Zeit! Da Dad nicht mehr so gut zu Fuß ist, haben wir uns einen Rollstuhl am Hauptkiosk geliehen und konnten mit ihm alle Bereiche des Geländes erreichen. Der rekonstruierte Tempel ist unglaublich und nutzt Multimedia sehr einfallsreich, um die Arbeiten des Herkules zu beschreiben, dem der Tempel gewidmet ist, und ermöglicht es dir, eine Tempelprozession zu begleiten. Die Fundamente des Badehauses sind umfangreich. Kleine rekonstruierte Ergänzungen wie der Holzlatrinenbereich machen es noch einfacher, sich vorzustellen, wie es einmal war (es gibt sogar den allgegenwärtigen Schwamm am Stock). Die größeren Infotafeln enthalten auch Informationen in Englisch und mindestens einer anderen Sprache neben Deutsch. Ich habe auch eine faszinierende taktile Rekonstruktion des Tempels mit Braille-Beschilderung bemerkt, damit sehbehinderte Besucher sich den Tempel und die Umgebung vorstellen und das Layout fühlen können. Der Besuch des Geländes ist die meiste Zeit des Jahres sehr günstig, und selbst der zusätzliche Preis für den Festivaltag mit all den zusätzlichen Attraktionen von Gladiatoren, Musik und vielem mehr war mit 10€ sehr angemessen.
Leo Schmidt
13. Oktober 2025
Ich kann nicht glauben, dass nach dem Zweiten Weltkrieg öffentliche Wohnungen auf alten römischen Fundamenten gebaut wurden. Ich schätze, das Leben geht weiter... Ich habe meine Zeit hier genossen, die kühle Herbstluft, während ich umherging und die Blätter sich verfärbten. Coole Darstellungen der antiken römischen Stadt, die einmal war. War sie nicht mehr. Leider war sie einmal. Nicht mehr zu sehen, denn die Römer sind tot. Oder so ähnlich. Ich habe mir einige alte Steine angesehen und, zugegebenermaßen, sie berührt. Erstaunlich. Ich komme aus Amerika und sehe einige Steinhaufen, die Millionen, nein, Milliarden von Sekunden älter sind als die Gründung meines Landes. Wow. Dieser Ort hätte George Washington umgehauen. RIP George.
Stephanie Daniel
26. März 2026
Der Spielplatz, der kostenlose Außenbereich war cool. Auch die großartige iPhone-App-Erfahrung!
ZeroFox
30. März 2023
Wir hatten einen schönen 3-stündigen Spaziergang in die Vergangenheit hier. Leider haben wir immer noch nicht alles gesehen. Ich denke, wir werden eines Tages zurückkommen, um einige andere Teile zu beenden (die ohne Eintrittsgebühr zugänglich sind ;)). Definitiv die App für die Augmented Reality Teile ausprobieren!

